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Fußball

13.07.2020

In Lotte gibt jetzt Trainerin Imke Wübbenhorst die Kommandos

Imke Wübbenhorst leitet das Training der Sportfreunde Lotte.
Bild: Guido Kirchner, dpa

Regionalligist Sportfreunde Lotte wird ab sofort von einer Frau trainiert: Imke Wübbenhorst hat ihre erste Einheit als Trainerin des Klubs geleitet.

Mit großer Euphorie hat Imke Wübbenhorst ihr erstes Training als Chefcoach beim Fußball-Regionalligisten Sportfreunde Lotte geleitet."Man ist voll motiviert, weil man endlich wieder das machen darf, was man liebt", sagte die 31-Jährige: "Und auch die Jungs machen wieder das, was sie lieben. In den ersten sechs Minuten ging es so zur Sache, da hab ich gedacht: Puh, vielleicht hätten wir heute doch 'nen Physio gebraucht."

Sie sei "stolz, mit einer solchen Qualität arbeiten zu dürfen", sagte Wübbenhorst, die ein komplett neues Team aufbauen darf. Allerdings stehen ihr momentan erst 15 Spieler mit einem Durchschnittsalter von 22,2 Jahren zur Verfügung. "Das ist zu jung, um eine ernsthafte Gefahr für die Aufstiegskandidaten zu sein", sagte Wübbenhorst: "Das wollen wir aber schon sein. Deshalb hoffe ich noch auf sieben Neuzugänge mittleren Alters."

Inka Grings war die erste Trainerin in der Männer-Regionalliga

Wübbenhorst, die am 17. April vorgestellt wurde, ist die zweite Cheftrainerin bei einem Männer-Viertligisten nach Inka Grings beim SV Straelen. Von Sommer 2018 bis März 2019 trainierte die frühere Bundesliga-Spielerin beim Fünftligisten BV Cloppenburg. Im Vorjahr absolvierte sie als einzige Frau den Fußballlehrer-Lehrgang.

In Lotte gibt jetzt Trainerin Imke Wübbenhorst die Kommandos

Die Sportfreunde spielten von 2016 bis 2019 in der 3. Liga, die abgebrochene Vorsaison beendeten sie als Zehnter. Die Rückkehr in die 3. Liga ist ein Traum, aber keineswegs das offizielle Ziel in einer Liga mit Vereinen wie Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen oder Alemannia Aachen. Doch Wübbenhorst ist ehrgeizig. "Zum jetzigen Stand würde ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen", sagte sie: "Aber wenn wir die sieben Jungs zusammenkriegen: Warum nicht?" (dpa)

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