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Formel 1

14.08.2018

Fernando Alonso beendet Formel-1-Karriere

Fernando Alonso beendet seine Formel-1-Karriere. Nach zuletzt frustrierenden Jahren bei McLaren zieht er den Schlussstrich.
Bild: James Gasperotti/ZUMA Wire (dpa)

Vor 17 Jahren begann Fernando Alonso seine Formel-1-Karriere - Ende dieser Saison ist sie vorbei. Der zweifache Weltmeister macht nach Frustjahren bei McLaren Schluss.

Nach Frustjahren bei McLaren verabschiedet sich der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso Ende dieser Saison aus der Formel 1. "Nach 17 wundervollen Jahren in diesem großartigen Sport ist es für mich Zeit für einen Wandel und weiterzuziehen", erklärte der 37 Jahre alte McLaren-Pilot am Dienstag. Alonso hat diesen festen Entschluss nach eigener Aussage schon vor Monaten getroffen. "Mal sehen, was die Zukunft so bringt; es warten neue aufregende Herausforderungen", sagte der 32-malige Grand-Prix-Gewinner. "Ich muss neue Abenteuer entdecken."

Nach 17 Jahren: Fernando Alonso beendet Formel-1-Karriere

Alonso dürfte sich 2019 seinem großen Ziel widmen - der Triple Crown. Dieses Kunststück beinhaltet Siege bei den Klassikern Indy500, dem Großen Preis von Monaco in der Formel 1 und in Le Mans. Das, was bislang nur dem Engländer Graham Hill gelungen ist, könnte nächstes Jahr auch Alonso schaffen und ihm Legendenstatus einbringen.

"Er ist sowohl für die Meisterschaft als auch das Team eine Legende", versicherte McLaren-Boss Zak Brown. Neun Grand Prix will Alonso nach der Sommerpause noch für das Krisenteam aus England bestreiten. Mit "mehr Hingabe und Leidenschaft denn je", betonte der Weltmeister von 2005 und 2006. Das Saisonfinale in der Formel 1 steigt am 25. November vor der Glitzerkulisse von Abu Dhabi.

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Alonso konnte seine üble Laune in diesem Jahr nicht mehr verbergen. Vor dem letzten Formel-1-Rennen vor der Sommerpause in Ungarn bot er in der verregneten Qualifikation mit dem McLaren-Kommandostand einen denkwürdigen Dialog. Auf die Frage, welchen Satz Reifen man an seinem störrischen Auto aufziehen solle, antwortete der Spanier ätzend: "Keine Ahnung, welchen auch immer ihr wollt. Im letzten Sektor ist es unmöglich zu fahren, selbst wenn ihr ein Raketenschiff aufzieht".

Seinen Unmut über den überforderten Motorenbauer Honda hatte der frühere Ferrari-Fahrer Alonso bereits in den drei Jahren zuvor geäußert. Ende 2017 trennte sich McLaren dann von den Japanern. Doch weil das Traditionsteam mit dem Design des Chassis danebenlag, hellte sich Alonsos Miene nicht auf.

Fernando Alonso galt bei McLaren als Quertreiber

Überhaupt galt der Asturier als Quertreiber. "Ich habe riesigen Respekt vor Fernando, er ist ein großartiger Fahrer", sagte jüngst Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Alonso habe aber "immer dazu geneigt, ein bisschen Chaos zu verursachen, wo immer er auch hingegangen ist". Unvergesslich ist die Saison 2007, als der Spanier an der Seite von Lewis Hamilton McLaren nahe an den Kollaps brachte.

Spekulationen um einen Formel-1-Ausstieg des Asturiers gab es schon seit Monaten. Speziell nach seinem Triumph im 24-Stunden-Rennen von Le Mans Mitte Juni erhielten die Diskussionen neue Nahrung. Als erster Neuling holte Alonso mit Toyota erst die Pole und gewann dann auch den Klassiker selbst. "In Le Mans werden 16 Grands Prix am Stück gefahren. Das hier ist mit nichts vergleichbar", meinte Alonso.

Was macht nun McLaren? Einst dominierte das Team um den legendären Boss Ron Dennis mit den Stars Ayrton Senna und Alain Prost die Formel 1. Seit dem bislang letzten Titel durch Hamilton aber sind zehn Jahre verstrichen. Erst Anfang Juli trat Rennleiter Eric Boullier nach einer Posse um Schokoriegel, die von Teammitarbeitern als Veralberung aufgefasst wurde, wegen Erfolglosigkeit zurück.

Zuletzt beschäftigte sich McLaren mit Red Bulls Daniel Ricciardo als neuem Starfahrer, doch der Australier zog einen Wechsel zum Werksteam Renault vor. Carlos Sainz, der Sohn der gleichnamigen spanischen Rallye-Legende, soll ein Kandidat sein für den Platz neben dem aktuellen zweiten Fahrer Stoffel Vandoorne. Alonso kann das aber herzlich egal sein - und das wird es sicher auch. (dpa)

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