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Plötzlich Unwetter

Starker Regen kann die Sicht überaus beeinträchtigen.
Bild: Mr Twister, fotolia.com
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Wie Autofahrer Starkregen und Sturm überstehen

Starkregen, Sturmböen, Hagelschlag: Auf schnelle Wetterwechsel müssen alle Autofahrer gefasst sein. „Ein plötzlicher Starkregen kann in Sekunden zu Aquaplaning führen und das Auto aufschwimmen lassen“, warnt der Meteorologe Meeno Schrader vom Wetterdienst WetterWelt. Bei Aquaplaning hilft nach Angaben des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) nur noch eins: Lenkrad gerade und Kupplung raus. Dann fährt das Auto zumindest geradeaus.

Wer eine längere Autofahrt plant, sollte sich bereits vorab über die Wetterbedingungen auf der Route informieren. Meteorologe Meeno Schrader rät von Online-Diensten eher ab und empfiehlt das Radio: „Die Wettervorhersagen der öffentlichen Rundfunksender werden laufend aktualisiert und sind regionalisiert.“ Zwar ist nicht jeder schnelle Wetterumschwung genau vorhersehbar, aber es gibt Regionen, in denen plötzlicher Starkregen eher auftreten kann. „Dort, wo die thermischen Gegensätze besonders groß sind, ist die Gefahr am größten, dass es zu einem schnellen und unberechenbaren Umschlagen kommt“, sagt Meteorologe Schrader. Dies treffe auf bergige Regionen zu, aber auch bei Talsenken.

Wer mit dem Auto in extremes Wetter mit Starkregen, Sturm oder Nebel gerät, sollte die Geschwindigkeit an die Sichtverhältnisse und den entsprechenden Bremsweg anpassen. Laut Constantin Hack gilt auch: „Bei starkem Wind sollten Brücken und Straßen durch Wälder gemieden werden.“ Denn hier können Autofahrer durch plötzlichen Seitenwind und umherfliegende Äste schnell aus der Spur geraten.

Kommt es auf der Autobahn zu einem plötzlichen Wetterumschwung, nehmen Autofahrer am besten das Tempo raus. Bei Starkregen oder Hagel sind 60 bis 30 km/h angemessen, rät Schrader. Die Autofahrt komplett stoppen und mit dem Wagen auf dem Standstreifen stehen bleiben, ist nur in Ausnahmen erlaubt. „Hier muss ein zwingender Grund vorliegen, wie beispielsweise Glatteis“, sagt Hack. „Die Rechtsprechung spricht von „völlig irregulären Verhältnissen“, wozu Extremwetterlagen ebenso zählen wie ein Falschfahrer.“ Eine gute Orientierung bei schlechter Sicht sind die Leitpfosten mit Reflektoren am Fahrbahnrand, die im Abstand von 50 Metern aufgestellt sind.

Text: tmn/oH

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