Ein große Geschichte begann am 16. Januar 1953: Einstimmig wurde Paul Renz zum neuen Jugendleiter des BCA gewählt. Fast vier Jahrzehnte lang, bis 1990, agierte er beim BCA und ab 1969 beim FCA in dieser Funktion. Er war maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Augsburger Klub eine der besten Nachwuchsabteilungen des Landes hatte.
FC Augsburg: Transfers guter Jugendspieler sorgten für aufgebesserte Finanzen
Für den Verein war das überlebenswichtig: Die zahlreichen Transfers in den Profifußball sicherten mit das Überleben des FC Augsburg. Seine Arbeit war die Voraussetzung für die großen Erfolge in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre. Ihm ging es aber nicht nur um Titel, er wollte ganzheitlich fördern, kümmerte sich um schulische Unterstützung und um Ausbildungsplätze, organisierte Theaterbesuche und vieles mehr.
Paul Renz machte den FC Augsburg weltweit bekannt
Renz, der keine Fremdsprache beherrschte, initiierte auch die Pfingstturniere der A-Jugend, an denen zwischen 1953 und 1991 Mannschaften aus 32 Ländern teilnahmen und so den FCA in der ganzen Welt bekannt machten. „Jugend schlägt Brücken zur Welt“, unter diesem Motto standen die Spiele, an denen auch zahlreiche Mannschaften aus dem damaligen Ostblock teilnahmen.
Sozusagen als Gegenleistung wurden die Junioren des FCA als erste westdeutsche Mannschaft zu einem Turnier in der DDR eingeladen. 1994, ein Jahr nach dem Tod von Paul Renz, wurde die Bezirkssportanlage Nord, wo lange die FCA-Geschäftsstelle war und heute das Nachwuchsleistungszentrum beheimatet ist, nach ihm benannt.