1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. Bei Hitze lieber das Schnitzel weglassen

Hitze belastet Verdauung und Kreislauf

24.06.2019

Bei Hitze lieber das Schnitzel weglassen

Bild: dpa (Symbol)

Experten geben Tipps, wie man bei Hitze Beschwerden wie Magenkrämpfe, Übelkeit, Kreislaufproblemen und Magen-Darm-Problemen vorbeugt.

Magenkrämpfe, Übelkeit und Kreislaufprobleme – das schöne Sommerwetter und die hohen Temperaturen haben auch ihre Schattenseiten – viele Menschen leider unter der Hitze. Dr. Ulrike Bechtel, Chefärztin in der Dillinger Kreisklinik St. Elisabeth, bestätigt, dass gerade im Sommer viele Menschen über Magen-Darm-Probleme klagen. „Bei den hohen Temperaturen vermehren sich die Krankheitserreger schneller und Lebensmittel verderben früher als sonst“, sagt sie. Zudem stecke man sich leichter an, da viele Erreger am Schweiß kleben bleiben würden, erklärt die Ärztin. Nicht nur an feuchten Händen haften Bakterien und Viren besonders einfach, sondern auch am Plastik von PET-Flaschen. „Wenn dann das Getränk noch ungekühlt ist, können sich die Erreger dort ausbreiten“, so Bechtel. Sie empfehle deswegen, PET-Flaschen nicht, wie es oft üblich sei, mehrmals aufzufüllen, sondern sie nach dem Gebrauch zu entsorgen.

Kreislaufprobleme bei Hitze

Neben Magenprobleme seien es vor allem Kreislaufbeschwerden, die vielen Menschen bei hohen Temperaturen zu schaffen machten. „Bei Hitze werden die Blutgefäße weit. Das Blut versackt in den Beinen. Wenn man nicht genug getrunken hat, fällt der Blutdruck ab“, schildert die Ärztin die Ursachen dafür, dass es vielen Menschen bei Temperaturen über 30 Grad schon einmal schwarz vor Augen wird. Viel Flüssigkeit aufzunehmen sei deshalb besonders wichtig – und zwar so viel, dass man täglich zwei Liter über den Urin ausscheiden könne. Ein gesunder Mensch müsse dafür im Sommer etwa drei bis vier Liter trinken. Für Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion gelte das nur bedingt, da das Wasser nicht so einfach ausgeschieden werden könne und im Körper verbleibe.

Nicht nur Menschen mit Magenkrämpfen und Schwindel kämen derzeit ins Krankenhaus, auch die Zahl der Sport- und Verkehrsunfälle nehmen im Sommer deutlich zu, sagt Bechtel. „Die Leute zieht es nach draußen. Allerdings überschätzen sich viele und man muss auch beachten, dass man bei hohen Temperaturen nicht so leistungsfähig ist.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Salat, Obst und Gemüse statt Schnitzel

Um seinen Körper zu entlasten, kommt es auf die richtige Ernährung an. „Man sollte Leichtes essen, wie Salat, Obst oder Gemüse und das panierte Schnitzel lieber weglassen. Zudem sollte die Hauptmahlzeit eher auf den Abend verlegt werden, wenn es kühler ist“, empfiehlt Angela Blind, Ernährungsberaterin der AOK.

Außerdem solle man Getränke nicht eisgekühlt trinken. Zum einen, weil das einen empfindlichen Magen reize, zum anderen, weil es für den Körper eine Belastung sei, weil er die Temperaturunterschiede ausgleichen müsse. „Besser ist es, Getränke bei Zimmertemperatur zu trinken.

Gesund und erfrischend sei es zum Beispiel, sich am Morgen eine Kanne Früchte- oder Fencheltee zu kochen, ihn kalt werden zu lassen und über den Tag verteilt zu trinken. Mit der richtigen Ernährung könne man den Sommer unbeschwert genießen. (AZ)

Mehr zum Thema:

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren