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Das Wertinger Ochsengäßchen ist gerettet

Das Wertinger Ochsengäßchen ist gerettet
Kommentar Von Hertha Stauch
14.09.2018

Ursprünglich war am Eingang zum Gässchen in Wertingen ein Null-Acht-Fünfzehn-Gebäude geplant. Doch der Bauherr hat sich umbesonnen. 

Oh, schön! Das Wertinger Ochsengäßchen zeigt sich jetzt ganz bunt. Entgegen seinen ursprünglichen Planungen, die im Bauausschuss des Stadtrates vorgestellt wurden, hat Bauherr Balletshofer in Zusammenarbeit mit dem Stadtbaumeister nun doch ein schmuckes Mehrfamilienhaus an den Eingang des Gässchens gesetzt, das sich in die Altstadt und in die Proportionen des Gässchens einfügt.

Und dem Bauherrn ist wohl im Laufe der Arbeiten klar geworden, dass man im Altstadtbereich häufig tiefer in die Kasse greifen muss, als gedacht. Ein Null-Acht-Fünfzehn-Gebäude wäre sicher preiswerter gewesen. Zierbänder um die Fenster und Biberschwanzziegel, wie sie in die Altstadt gehören, haben ihren Preis. Und sicher auch das moderne Garagentor, das dem alten Stil angepasst wurde.

Aber die Investition und der Aufwand lohnen sich. Denn wer mitten in Wertingen baut, trägt besondere Verantwortung für das Erscheinungsbild des Stadtkerns, das sich im Ochsengässchen jetzt fast besser darstellt, als vorher. Denn die früheren Mehler-Gebäude, die an dieser Stelle standen, waren marode und auch architektonisch nur noch Flickwerk.

So ist das Projekt jetzt ein Beispiel dafür, wie es weitergehen könnte mit den Sanierungen im Altstadtbereich. Denn die Wertinger lieben ihr Städtle und wünschen sich, dass es ein durchaus modernes Städtle wird, aber auch ein durchaus „schwäbisches Städtle“ bleibt.

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