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Tiersegnung

04.10.2016

Der liebe Gott schütze das Haustier!

Die Hunde vom Höchstädter Hundeverein schauen aufmerksam, als Pfarrer Rupert Ostermayer ihnen und ihren Herrchen und Frauchen den Segen gibt.
Bild: Bunk

Hunde, Hühner, Hasen und sogar Schildkröten waren in Binswangen dabei. Pfarrer Rupert Ostermayer hatte viel zu tun

Sarah ist mit ihrer Freundin Vianne da und mit dem Kater Fritzi. Die Achtjährige war schon letztes Jahr bei der Binswanger Tiersegnung am Schulplatz, als ihr kleiner Freund noch ganz klein war. Jetzt ist er einen Monat und drei Jahre alt, erklärt sie. Auch heute schaut er sich ganz ruhig aus seiner Tragebox heraus an, was rundherum geschieht. Neben ihm sind die zwei Schildkröten der Familie Rupprecht. Sie liegen im Heu, jede in ihrem eigenen Korb. Als Maria Rupprecht sie ins Gras setzt, sind sie schneller unterwegs, als von Nicht-Schildkröten-Kennern erwartet. Vor elf Jahren haben die Rupprechts Tom und Alfred bekommen, da waren sie nur so groß wie ein Fünf-Mark-Stück, erzählt Maria Rupprecht. Alexander Riegel hat zwei Hühner dabei. Der 13-Jährige hat insgesamt acht Tiere, noch Hasen, Enten und weitere Hühner. Die Aufgabenverteilung daheim ist klar geregelt, wie er berichtet: „Ich versorge die Tiere und Mama bekommt die Eier zum Backen.“

Auf dem Reitpony Jolie sitzt Andreas Lutz, das von seiner Schwester Christina geführt wird. Daneben sitzt Simon Sigl im Rollstuhl, er hat seinen Hund Fang im Arm. Mit seiner Mutter Beate Sigl ist er aus Hirschbach gekommen. Warum sie den Segen für ihre Tiere möchten, fasst Beate Sigl so zusammen: „Wir hoffen auf einen besonderen Schutz für unser Zusammenleben.“

Außerdem möchten sie auch mitbekommen, wie eine Tiersegnung abläuft. Viele weitere Hunde mit ihren Besitzern sind da, auch viele vom Hundeverein Höchstädt, aus deren Reihen die Anregung für die Tiersegnung kam. Und viele Pferde mit ihren Besitzern.

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Schön geschmückt sind sie und ganz ruhig verfolgen sie den feierlichen Vorgang an dem sonnigen Nachmittag. Die Zeremonie beginnt mit den einführenden Worte von Pfarrer Rupert Ostermayer, der anschließend mit Weihwasser um die Runde geht und jedem einzelnen Tier den Segen gibt. Zum zweiten Mal fand die Binswanger Tiersegnung statt und auch in den nächsten Jahren möchte die Pfarrei Binswangen um den Tag des Heiligen Franziskus herum, dem 4. Oktober, dazu einladen.

Der Tag vor dem Erntedankfest passe ebenso zu dem Ansinnen, das dahinter steht, wie Pfarrer Ostermayer betont, der von Pfarrgemeinderatsvorsitzender Gabi Fürbaß unterstützt wird. Denn: „Wir möchten Gott für die ganze Schöpfung danken. Dazu gehören auch lebendige Wesen. Auch Nutztiere und Haustiere, die zur Freude der Menschen beitragen.“

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