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Informationsabend

24.06.2017

Dorferneuerung kommt in die Gänge

Amt für ländliche Entwicklung informiert in Villenbach über das weitere Vorgehen. Dabei ging’s um Finanzierung, Förderungen und die Gründung der Teilnehmergemeinschaft. Alle können sich mit einbringen

Die Freude über den großzügigen Zuschuss steht Villenbachs Bürgermeister noch immer ins Gesicht geschrieben. Einen Tag nach Bekanntgabe der Fördersumme von 1,1 Millionen Euro durch das Amt für ländliche Entwicklung (wir berichteten) begrüßt Werner Filbrich die Bürger beim Informationsabend mit den Worten: „Es ist eine gewaltige Summe, die den Bürgern zu Gute kommt.“

Doch auch auf die Gemeinde käme einiges zu, rund zwei Millionen Euro investiere Villenbach in den nächsten Jahren dafür. Der Startschuss des Projektes Dorferneuerung Villenbach liegt im Jahr 2009. Seitdem haben 78 Mitglieder in den Arbeitskreisen an der Zukunft der Gemeinde mitgearbeitet und ihre Ideen eingebracht, die von den entsprechenden Planungsbüros umgesetzt wurden. Baudirektor Max Lang und TAR Walter Maier vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) informieren an diesem Abend die Zuhörer über Finanzierung, Fördermöglichkeiten auch für private Baumaßnahmen und vor allem über den weiteren Ablauf der Dorferneuerung. Mit der Anordnung sei noch 2017 zu rechnen. „Die Voraussetzungen für die Verfahrenseinleitung sind ein abgestimmtes Maßnahmenkonzept und Verfahrensgebiet und Verfügbarkeit der Fördermittel“, erklärt Lang. Darüber hinaus müsse das ALE Arbeitskapazitäten frei haben und – sehr wichtig: „Es muss ein Interesse der Grundeigentümer und ausreichende Mitwirkungsbereitschaft geben.“ Erster Schritt nach der Anordnung wird sein, die Teilnehmergemeinschaft (TG) zu gründen und einen Vorstand zu wählen. Wahlberechtigt sind die Mitglieder der Teilnehmerversammlung, die Grundstückseigentümer und Erbbauberechtigte im Verfahrensgebiet sind. Wählbar für den Vorstand hingegen sind alle. „Die Person sollte sich halt für die Dorfgemeinschaft einsetzen“, gibt Lang zu bedenken. Vorstandsvorsitzender ist ein vom ALE eingesetzter Fachmann, im Falle Villenbachs ist das Walter Maier. Er vertritt die TG nach außen. Die hingegen ist Träger des Dorferneuerungsverfahrens und nimmt eigene und übertragene Aufgaben wahr. An dem Informationsabend werden bereits erste Vorschläge für Kandidaten für den Vorstand eingereicht. „Wer weitere andere Personen oder auch sich selbst vorschlagen will, kann das jederzeit bei mir tun“, regt Werner Filbrich an. Aus allen Vorschlägen wird dann im Herbst/Winter 2017 der Vorstand gewählt.

Auch auf die Möglichkeit der Privatförderung geht Max Lang ein. Gefördert werden dorfgerechte Um-, An- und Ausbaumaßnahmen sowie gerechte Erhaltung, aber auch die dorfgerechte Gestaltung von Hofräumen. Er empfiehlt, das Beratungsangebot des ALE zu nutzen und die Vorhaben auf Förderfähigkeit prüfen zu lassen. „Zuschüsse sind allerdings grundsätzlich nur möglich, wenn das Verfahren bereits angeordnet ist und der Antrag vor Beginn der Baumaßnahme gestellt und angenommen wurde“, verdeutlicht Lang. Zu beachten sei auch, ob das eigene Grundstück im Verfahrensgebiet liege. „Außerhalb des Gebietes gibt es keine Förderung.“ Die Zuhörerfrage, ob die Bausumme von 1,8 Millionen eine feste Summe sei, oder ob beispielsweise bei erheblichen Mehrkosten durch die Teuerungsrate Nachbesserungen möglich seien, beantwortete Sachgebietsleiterin Heidi Hehl: „Es ist eigentlich gedeckelt. Wenn aber die Zusammenarbeit gut ist, gibt es sicher Möglichkeiten, nachzubessern.“ Max Lang ergänzt, dass er noch keinen Fall gehabt hätte, wo am Ende eine Maßnahme nicht beendet werden konnte, nur weil das Geld ausgegangen sei. Die Pläne zur Dorferneuerung liegen in der Gemeinde aus, später können sich die Bürger auch im Internet informieren. Bei der Verfahrensdauer muss man von der Anordnung bis zur Beendigung aller Arbeiten bis hin zur Abmarkung mit etwa zehn Jahren rechnen.

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