1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. Fehlendes Bauland zentraler Kritikpunkt in Villenbach

Bürgerversammlung

24.09.2019

Fehlendes Bauland zentraler Kritikpunkt in Villenbach

Diskussionsbedarf herrschte in der Villenbacher Bürgerversammlung unter anderem über die prekären Sichtverhältnisse an der Ausfahrt von der Mitterfeldstraße in die stark frequentierte Hauptstraße. Nun soll ein Verkehrsspiegel für mehr Sicherheit sorgen.
Bild: Otmar Ohnheiser

Bürgermeister Filbrich versprach die Lösung des Problems mit 655000 Euro im Haushaltsplan für den Grunderwerb

Die Halbzeitbilanz beim Bürgerversammlungsmarathon in allen fünf Ortsteilen der Gemeinde Villenbach ist laut Bürgermeister Werner Filbrich äußerst positiv, was das Besucherinteresse betrifft. Auch im größten Ortsteil der Gemeinde war das Sportheim voll besetzt. Dabei vermeldete das Gemeindeoberhaupt einen geringen Einwohnerzuwachs von 1,2 Prozent in Villenbach, wodurch die Marke von 600 Bürgern geknackt werden konnte. Bei dem umfangreichen üblichen Zahlenwerk zeigten die Rücklagen von 1,77 Millionen die erfreulichste Entwicklung, so Filbrich. Dagegen steht ein Schuldenstand 1,09 Millionen. Mit 170000 Euro fällt die Zuführung zum Vermögenshaushalt durchschnittlich aus.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Als erste Maßnahme der Dorferneuerung steht laut Filbrich der Ausbau der Villenbacher Unterdorfstraße an. Dabei sind im aktuellen Haushalt 250000 Euro eingeplant. Zunächst soll aber der marode Kanal erneuert werden. Abgeschlossen dagegen ist der Ausbau der Erschließungsstraße „Am Lutzgarten“, wobei Filbrich die mangelhafte Ausführung kritisierte und die Bauabnahme verweigerte. Ebenso ist der Breitbandausbau beendet, wodurch nun in allen Ortsteilen schnelles Internet verfügbar ist.

Ein zentrales Thema bei der anschließenden Diskussion nahm das fehlende Angebot an Bauplätzen ein. „Zweiter Bürgermeister Reinhard Langenmair hat während meiner krankheitsbedingten Abwesenheit den letzten Bauplatz in der Gemeinde verkauft“, erklärte Filbrich. Dass ein Angebot an Bauland äußerste Priorität hat, zeigte SVV-Vorsitzender Martin Baumeister in seinem Wortbeitrag auf. „Der Sportverein hat einen großen Zulauf gerade von jungen Menschen, diese sind heimatverbunden und wollen in ihrer Gemeinde bleiben“, so Baumeister. Als Vorsitzender höre er zahlreiche Klagen über fehlende Baumöglichkeiten. Diese gingen auch vermehrt bei der Gemeinde ein, erklärte Filbrich und versprach Abhilfe sowohl in Villenbach als auch in Rischgau, denn die Gemeinde hat für den Erwerb von Grundstücken 655000 Euro im Haushalt 2019 und nochmals 200000 Euro für das Jahr 2020 eingeplant.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Josef Moser beklagte sich über die Wassermengen, die bei Starkregen an seinem Anwesen in der Hauptstraße auftreten. Hierbei soll der neue Kanal in der Unterdorfstraße für Entlastung sorgen, erklärte Filbrich. Ebenso soll der Weiherlebach, dessen Grasbewuchs ebenfalls Josef Moser monierte, zeitnah ausgebaggert werden. Die eigentlich gelungene Sanierung der Staatsstraße 2027 zwischen Villenbach und Hausen und bis zur Landkreisgrenze stieß bei Dieter Lesser in einem Punkt auf Unverständnis: „Warum wurden 200 Meter innerhalb des Ortsteiles Hausen von der Komplettsanierung ausgelassen und nur punktuell geflickt“, war seine berechtigte Frage. Diese konnte Filbrich auch nicht beantworten, werde sich aber beim Straßenbauamt kundig machen.

Franz Hartl beklagte sich über die Ahornbäume in der Rosenstraße, die inzwischen durch viel Totholz eine Gefahr darstellen. Auch hier ist bereits Abhilfe durch den Gemeindearbeiter vorgesehen, war zu hören. Diskutiert wurde auch über den Gefahrenpunkt durch schlechte Sichtverhältnisse an der Ausfahrt Mitterfeldstraße/Hauptstraße. Es soll nun zwar ein Spiegel angebracht werden, jedoch kam auch die Anregung, mit dem Grundstückseigentümer ein Gespräch über eine Zurücksetzung des Zaunes zu suchen. Abschließend bedankte sich Bürgermeister Filbrich für die rege Diskussion sowie bei allen ehrenamtlichen Helfern in Kirchen und Vereinen mit dem Fazit: „Ohne Vereinsleben ist eine Gemeinde tot“.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren