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Bocksberg

26.06.2016

Gartenfreunde pilgern auf den Berg

Das weitläufige Gelände mit den vielen Bäumen macht das Schlendern durch den Bocksberger Burgmarkt zu einem besonderen Erlebnis.
Bild: Brigitte Bunk

Der Publikumsmagnet „Burgmarkt“ bringt Jahr für Jahr Neues.

Mit einem Holzbrettchen voller Marmeladebrotstückchen steht Christian von Hochfeld kurz hinter dem Eingang zum Bocksberger Burgmarkt. Susan Hofmann sagt: „Die Kunden finden es nett, wenn sie etwas probieren dürfen.“ Seit etwa zehn Jahren verkauft sie hier ihre Marmelade, Gelees, Chutney und Aufstriche. Die Kunden dürfen alles probieren bei der Gersthofenerin. Ihr gefällt die natürliche Umgebung. Die Leute sind gut drauf und offen für ungewöhnliche Dinge. Dass so viele Gartenfreunde nach Bocksberg kommen, liegt ihrer Meinung nach auch daran, dass der Eintritt und das Parken kostenlos sind.

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Zum zweiten Mal ist Margret Bilger mit ihren Sonnenhüten auf dem Berg. „Obwohl ich aus dem Landkreis Ebersberg komme, habe ich schon einige Bekannte getroffen“, erzählt die Hutmacherin erfreut. Die 51-Jährige hat ihren Stand bei den Kunsthandwerkern ganz oben bei der Ruine. Dass der Weg dort hinauf steil ist, merken nicht nur die Besucher, die ganz schön ins Schwitzen kommen. Für Margret Bilger war es aufregend, die Ware hinaufzubringen, meint sie schmunzelnd, als sie sich ans Hinauffahren des Autos im ersten Gang erinnert.

Nach Bocksberg gefahren sind auch Marianne Wieland aus Fultenbach und Christl Wilksch aus Zusamzell, allerdings mit dem Fahrrad. Als sie am Samstagvormittag ankamen, wunderten sie sich, wie viele Leute schon da waren. Morgens um neun kauften die ersten ein, erzählt Helmut Friegl von den Bocksberger Ortsvereinen. Die Wetterprognosen hatten sie wohl dazu gebracht, schon vor dem offiziellen Marktbeginn um zehn die Zeit zu nutzen. Nachmittags um halb drei sind die beiden Radlerinnen fertig. Einen Rosenstrauch und Keramik für das Schmetterlingshaus nehmen sie mit nach Hause. Die Bratwurst hat ebenso gut geschmeckt wie die Kostprobe vom selbst gemachten Most beim FC Osterbuch. Alles Bio, bestätigen Michael Abold und seine Helfer. Nachdem ihre Getränke beim jährlichen Rock-Most-Festival so gut ankommen, wollten sie mal sehen, wie es auf dem Burgmarkt läuft.

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Beim Binswanger Kunsthandwerkermarkt vor einem Jahr sind Manuela Rigel aus Binswangen und Bianca Bschorer aus Eppisburg auf den Geschmack gekommen, Dekorationen aus Beton für Haus und Garten herzustellen und zu verkaufen. Dass das Geschäft schon am Samstagvormittag gut läuft, entschädigt beide für die „schlaflose Nacht“ vorher, nachdem Gewitter angesagt waren.

Derweil hat Doris Geh mit ihren Helferinnen alle Hände voll zu tun, die Uli von Bocksberg-Eiskugeln in die Waffeln oder Becher zu drücken. Ihre sechsjährige Tochter Stefanie ist ebenfalls voll in ihrem Element.

Als am frühen Samstagabend Regen einsetzt, ist für viele der 70 Aussteller Schluss für den ersten Tag. Sie packen erst einmal ihr breites Sortiment aus den Bereichen Baumschulen und Gärtnereien, Kunst und Kreatives für den Garten und Wohnbereich, Schönes und Nützliches sowie Leckereien aus Naturprodukten ein. Am Festplatz lassen sich weiterhin zahlreiche Gäste Deftiges und auch Süßes schmecken, das die Helfer der Bocksberger Vereine und weitere Aussteller anbieten. Verschiedene Kapellen und Künstler spielen zur Unterhaltung auf, ein buntes Programm haben die Bocksberger zusammengestellt. Auch das Sonnwendfeuer, das Samstagabend entzündet wird, ist jedes Mal wieder ein Hingucker. Am gestrigen Sonntag ging der Markt nach dem Festgottesdienst weiter mit zahlreichen Besuchern. Da war auch der Garten von Bernd Schmid offen, in dem Kinder mit der Feldbahn fahren konnten.

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