1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. Jagdgenossen wollen Rehkitze retten 

Wertingen

04.03.2019

Jagdgenossen wollen Rehkitze retten 

Oftmals übersehen Landwirte Rehkitze bei ihren Mäharbeiten.  Hier wollen die Jagdgenossen Hohenreichen jetzt Abhilfe schaffen.
Bild: Stephanie Millonig

Jagdgenossen Hohenreichen diskutierten über Geräte zur Widvergrämung. Buttenwiesens Bürgermeister verspricht Hilfe bei der Finanzierung. Einige Besucher ziehen nach.

Wie können Rehkitze vor dem Mähtod bewahrt werden? Diese Frage war ein ausgiebiges Gesprächsthema bei der Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft Hohenreichen in der Schwabenhalle in Geratshofen. Die Jäger appellierten an die Landwirte, ihnen rechtzeitig die Mähtermine mitzuteilen, um für die betreffenden Wiesenflächen einen Suchtrupp organisieren zu können.

Buttenwiesen hilft bei Wildrettung

Die beiden Jagdpächter Christoph Kunad und Anton Demharter berichteten über den Versuchseinsatz eines neu entwickelten Gerätes zur Wildvergrämung. Durch optische und akustische Signale würde das Wild wirksam von den gefährdeten Flächen ferngehalten. Die Wirkung erstrecke sich auf einen Umkreis von rund 100 Metern, was einer Reichweite von etwa drei Hektar entspreche. Die Versammlungsteilnehmer zeigten sich aufgeschlossen für die Anschaffung mehrer entsprechender Geräte, wobei mit einem Stückpreis von etwa 120 Euro zu rechnen ist. Unter dem Beifall der Anwesenden versprach Bürgermeister Hans Kaltner die Finanzierung von vier der angedachten Wildretter durch die Gemeinde Buttenwiesen. Neben den Jagdpächtern signalisierten spontan auch einige Besucher sowie die Jagdgenossenschaft selbst, sich an der Finanzierung zu beteiligen.

In den Bereich der Jagdgenossenschaft Hohenreichen sind auch die Flur- und Waldflächen von Frauenstetten und Gottmannshofen integriert. Wiederholt kam während der Versammlung die gute Zusammenarbeit mit der Jägerschaft zum Ausdruck. Vorsitzender Georg Egger verwies in seinen Ausführungen auf die weiter zunehmende Population des Schwarzwildes, wodurch sich die Gefahr der Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest vergrößere. „Die Verbissschäden sind mit 23 Prozent in unserer Umgebung noch tragbar“, so Egger.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Kassier Fritz Schombacher berichtete über eine ausgeglichene Finanzlage. Die Versammlung erteilte die Zustimmung, die Einnahmen aus der Jagdverpachtung wieder den Ökonomischen Ausschüssen Hohenreichen, Frauenstetten und Gottmannshofen zufließen zu lassen.

Georg Egger aus Hohenreichen bestätigt

Personelle Veränderungen gab es bei den anschließenden Neuwahlen. Nach dem Ablauf der fünfjährigen Amtsperiode standen diese turnusmäßig an. Da zweiter Vorsitzender Michel Harle aus Frauenstetten sowie die Kassenprüfer Ernst Reitmayer und Thomas Wegner aus Reatshofen von einer erneuten Kandidatur absahen, stand die Suche nach neuen Amtsträgern im Raum, welche sich als unproblematisch erwies.

Wahlleiter Franz Bürger konnte nach der jeweils geheimen Abstimmung folgendes nahezu einstimmiges Ergebnis bekanntgeben: Vorsitzender bleibt Georg Egger (Hohenreichen), dessen Stellvertreter wird Georg Dickenherr (Frauenstetten), Kassier Fritz Schombacher (Hohenreichen), Schriftführer Paul Karmann (Frauenstetten), Kassenprüfer Mathias Schmid (Gottmannshofen) und Georg Humbauer (Hohenreichen).

Wildbretessen in Schwabenhalle Wertingen

Einleitend hatte Vorsitzender Georg Egger unter anderem zum Gedenken an den vor kurzem verstorbenen langjährigen Schriftführer Narziß Strehle aus Frauenstetten aufgerufen.

Zum Abschluss ließen sich die Versammlungsteilnehmer das von den Jagdpächtern Christoph Kunad und Anton Demharter spendierte Wildbretessen munden. (pm)

Wie verwundete Rehkitze am Leben blieben, lesen Sie hier:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren