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23.02.2010

Künftig mehr Dialog zwischen Naturschutz und den Landwirten

Wertingen Die Misshelligkeiten zwischen dem Umweltreferenten des Wertinger Stadtrats, Ludwig Klinger, und dem Ökonomischen Ausschuss wurden anlässlich einer Sitzung im Schloss ausgeräumt. Das teilte Bürgermeister Willy Lehmeier mit, der neben Klingler und dem 2. Bürgermeister Johann Bröll auch den Vorsitzenden des Ökonomischen Ausschusses, Josef Deil und mehrere seiner Vorstandsmitglieder im Schloss zur Diskussion empfing. Lehmeier: "Es war eine harmonische und konstruktive Aussprache! Wichtig schien mir, dass beide Seiten voneinander erfahren, wie sie denken und arbeiten!"

Mitglieder des Ökonomischen Ausschusses hatten sich darüber geärgert, dass Klinger im Stadtrat und später noch einmal in einem Leserbrief und in einem WZ-Artikel unter anderem anregte, dass man miteinander reden müsse, wie die Pflegemaßnahmen an Wegrainen, Gebüschen und Tothölzern naturschonend durchzuführen seien.

Keine Hauruck-Aktionen, sondern Arbeit mit Bedacht

Beim Gespräch im Schloss stellte sich heraus, dass der Ökonomische Ausschuss - wie schon Stadtrat Franz Bürger in der WZ argumentierte - im Rahmen seiner Arbeiten für die Stadt zum Beispiel auch Blühflächenwiesen anlegt. Auch bei dem von Klingler schon wiederholt kritisierten Abgrädern der Wegränder gehe alles mit rechten Dingen zu: Man könne feststellen, dass im Frühjahr an den Wegrändern wieder Kleinlebewesen einen Lebensraum finden. Man führe keine Hauruck-Aktionen durch, sondern gehe bei der Arbeit mit Bedacht vor. Erwähnt wurde laut Lehmeier auch der von Klingler erwähnte Weiden-Baumstumpf, aus dem ein junges Eschenstämmchen wuchs. Das Leben bergende Totholz war zu Klinglers Empörung bei Pflegemaßnahmen entfernt worden. Es stellte sich nun heraus, dass dieses Totholz - nur 50 Meter entfernt vom ursprünglichen Standort - weiter Unterschlupf für Kleingetier und Mikroorganismen bieten kann.

Bürgermeister Lehmeier lud Josef Deil ein, in einer der kommenden Sitzungen des Stadtrats über die Ökonomischen Ausschüsse der Stadt und der Stadtteile zu informieren. Auch über die Finanzierung: Die Stadt zahlt nur einen Teil der Kosten. Die Landwirte beteiligen sich je nach Größe ihrer Flächen und auch ein Teil des Jagdpachtschillings wird dafür verwendet.

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