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Zusamaltheim

18.10.2018

Rangeln und raufen an der Grundschule

Die allererste Rauf- und Rangelstunde an der Grundschule Zusamaltheim fand im Beisein von interessierten Eltern, Sponsoren und leitendem Schulamtsdirektor Wilhelm Martin statt.

Bei der  „Mattenpädagogik“ an der Grundschule Zusamaltheim ist in den nächsten Wochen sogar das Raufen erlaubt. Welches Ziel damit verfolgt wird.

Körperliche Auseinandersetzungen sind an Schulen nicht gerne gesehen, im Regelfall wird dies sogar bestraft. Doch nun sollen alle Kinder der Grundschule Zusamaltheim in den nächsten Wochen und Monaten sogar im Unterricht raufen und rangeln? Wie das?

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Dabei wird ein pädagogisches Ziel verfolgt. Gekämpft wird in friedlichem Rahmen, wie das bei Kampfsportarten üblich ist. Dabei erforschen die Kinder die Kräfte ihres Körpers und testen ihre Grenzen.

Nicht umsonst ist „Rangeln und Raufen – aber fair“ Bestandteil des neuen „Lehrplan-Plus“. Erfolgserlebnisse auf der Matte und die Fähigkeit, sich im Notfall verteidigen zu können, ermöglichen eine langfristige und anhaltende Steigerung des Selbstbewusstseins. In ihrem sportpädagogischen Konzept „Stark auf der Matte – stark im Leben“ schreiben die beiden Kursleiter Michael Matzner und Michael Schey, dass es gerade für aufgeweckte und im Unterricht unruhige Kinder wichtig sei, dass sie auf der Matte ihren Platz finden, auf der sie sich messen und ihren Überschuss an Energie loswerden dürfen.

Kleine effektive Tricks

So wurden 25 Quadratmeter Matte in die Turnhalle mitgebracht. Mit Eifer waren diesmal die Mädchen und Buben der vierten Klasse beim Kampfsporttraining dabei. Die Trainer lehrten die Kinder, fair zu raufen und mit kleinen effektiven Tricks einen Gegner auszuhebeln. Der Gedanke, dass es beim fairen Raufen nicht darum geht, zu gewinnen oder jemanden zu verletzten, sondern miteinander einen guten Kampf und Spaß zu haben, stand im Vordergrund. Die Kinder waren mit Begeisterung dabei und lernten sich teilweise von einer ganz anderen Seite kennen. (pm)

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