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Premiere

10.07.2018

Shakespeare auf der Villenbacher Freilichtbühne

Shakespeares berühmte Komödie „Ein Sommernachtstraum“ gehört auf eine Freilichtbühne, findet der Villenbacher Regisseur Hans Oebels. Recht hat er: Die Premiere vor zahlreichen Zuschauern war ein voller Erfolg.
Bild: Manuela Winkelbauer

Die Komödie „Ein Sommernachtstraum“ ist für Zuschauer und Schauspieler gleichermaßen eine Freude.

Den ganzen vergangenen Freitag über war die Wetter-App sicher die am häufigsten genutzte Anwendung in Villenbach. Manch banger Blick wanderte gen Himmel – würde die Premiere ins Wasser fallen? Doch die wenigen Tröpfchen, die just zu Beginn der Premiere die Freilichtbühne besuchten, konnten die Spielfreude der Schauspieler und die Begeisterung des Publikums nicht bremsen. Die Aufführung begann mit einer großen Szene: Der Einzug von Herzog Theseus (Markus Ohnheiser), der die von ihm besiegte Hippolyta (Gudrun Wagner) unter dem Jubel der Bürger am Hofe Athens einführt. Steif geht es hier zu, Emotionen sind nicht erwünscht und so hat die junge Hermia (Anna Schultz) wenig Aussicht, beim Herzog für ihre Liebe zu Lysander (Christoph Oebels) zu werben. Denn ihr Vater Egeus (Rainer Schiffelholz) verlangt Gehorsam und die Ehe mit Demetrius (Thomas Moser). Die beiden jungen Leute fliehen in den Wald der Elfen, gefolgt von Demetrius und Helena (Talida Refle), die den Verschmähten für sich gewinnen will. Im Wald hat Elfenkönig Oberon (Markus Ohnheiser) gerade Ehekrach mit seiner Titania (Gudrun Wagner). Mit einem Zaubersaft, der dazu führt, dass man für die erste Kreatur, die man nach dem Erwachen erblickt, in Liebe entbrennt, will er sie zum Gespött machen. Hofnarr Puck (Jürgen Almus) indes wird ausgeschickt, Demetrius ebenfalls mit dem Saft zu verzaubern. Doch bekommen Lysander und Demetrius beide diesen Saft und erblicken als erstes Helena. Zu aller Verwirrung proben ein paar Handwerker im Elfenwald ein Schauspiel zu Ehren von Theseus und Hippolyta. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf...

Trotz Wolldecken und warmer Jacken, versorgt mit spontan angebotenem Glühwein, waren die Besucher schnell im Sommernachtstraum gefangen und fieberten mit. Gelingt es Hermia, den Geliebten zurück zu gewinnen? Was wird aus Helena? Klappt die Aufführung der Handwerker? Vertragen sich die Elfenherrscher?

Letztlich erlebten die Zuschauer ein Happy End der eigentlich vier Erzählungen, die doch alle miteinander verflochten sind. Theseus ehelicht Hippolyta und auch die anderen Athener Paare sind wieder zusammen. Oberon und Titania versöhnen sich. Highlight zum Schluss ist das urkomische Schauspiel der Handwerker, bei dem kaum ein Auge trocken bleibt. Herzog Theseus lobt zu guter Letzt in Richtung seiner Handwerker: „Gespielt war die Komödie höchst bemerkenswert.“

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Dem schlossen sich auch die Zuschauer der Freilichtbühne an und spendeten den Schauspielern verdienten Beifall. „Erwartungen erfüllt“, meldete Hans Oebels zufrieden am Ende des langen Tages, an dem die Premiere des neuen Stücks so gut wie reibungslos über die Bühne ging. Den Sommernachtstraum hatte er als Jugendlicher erlebt; seit dem stand dieser auf seiner Wunschliste. „Für mich gehört dieses Stück auf eine Freilichtbühne“, bekräftigte er. Schnell hätten sich auch die Villenbacher Verantwortlichen für William Shakespeare entschieden. „Das ist einfach Komödie pur, da ist alles drin“, so Oebels. Er lobte alle Aktiven auf und hinter der Bühne und vor allem deren Einsatzbereitschaft, seit die Vorbereitungen starteten. Eine Zusage, die Freilichtbühne als Regisseur weiterhin zu begleiten, hatte er sich vorbehalten. Doch am Abend dieser gelungenen Premiere sagte Hans Oebels zu.

Weitere Aufführungen Jeweils um 20.30 Uhr beginnen die weiteren Aufführungen am Donnerstag, Freitag und Samstag, 12., 13., 14., Juli, Donnerstag, Freitag und Samstag, 19., 20., und 21. Juli, und am Freitag und Samstag, 27. und 28. Juli.

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