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Kino-Open-Air

13.06.2020

Zumindest via Leinwand in die Ferne schweifen

Dennis Kailing präsentierte beim Kino-Open-Air in Wertingen seinen Film „Besser Welt als Nie“.
Bild: Marion Buk-Kluger

Dennis Kailing spricht im Wertinger Schlossgarten über seinen Film „Besser Welt als nie“. Er zeigt auch die unangenehmen Seiten seines langen Bike-Abenteuers

Im sechsten Jahr, und heuer unter erschwerten Bedingungen, aber dennoch mit großem Enthusiasmus geht das Wertinger Schlosskino, das Freiluft-Filmtheater von Rosemarie und Prisca Färber, seit Donnerstag nach einer kurzen wetterbedingten Pause wieder über die Bühne. Trotz weniger Filmstarts in diesem Jahr, Corona lässt grüßen, haben die Kinobetreiberinnen dennoch ein interessantes Programm zusammengestellt.

Mit „Besser Welt als nie“ begann der Reigen der Filme, bei denen sich die Filmemacher persönlich die Ehre geben und in denen es um besondere Reise-Dokumentationen geht. In Zeiten von wenigen bis keinen Reisemöglichkeiten bekommen die Besucher via Leinwand so die Möglichkeit, dennoch in die Ferne schweifen zu können.

Filmemacher Dennis Kailing aus Gelnhausen ( Hessen), der im Vorfeld der Vorführung über sein Abenteuer berichtete und Fragen aus dem Publikum beantwortete, sprang, damals 24-jährig, ins kalte Wasser und fuhr einfach los – immer Richtung Osten. Auf seiner zweijährigen Tour traf er interessante, verrückte und auch „ganz normale“ Menschen, lernte neue Kulturen und außergewöhnliche Länder kennen und genoß die uneingeschränkte Freiheit auf seinem Fahrrad. Neben atemberaubenden Landschaftsaufnahmen und einer gewissen Portion Witz und Ironie zeigt Kailing in „Besser Welt als nie“ aber auch die unangenehmen Seiten seines langen Bike-Abenteuers : Nicht enden wollender Regen in den Anden Südamerikas, Krankheit zwischen goldenen Pagoden in Myanmar und Einsamkeit in den unendlichen Weiten des Australischen Outbacks. Aus 73 Stunden Filmmaterial entstand die Zusammenfassung der 761 Tage auf dem Rad durch die Welt, die etwa 100 Besucher im Schlossgraben verfolgten.

Im Wertinger Freiluftkino soll es demnächst weitere Filme über außergewöhnliche Reisen geben, zu denen die Filmemacher persönlich anwesend sein werden. Geplant ist am 27. Juni der Streifen „Reiss aus – Zwei Menschen. Zwei Jahre. Ein Traum“. Regisseur Ulrich Stirnrat kommt, um über den Streifen Rede und Antwort zu stehen. Er und seine Partnerin Lena Wendt wollen mit ihrem alten Land Rover innerhalb von sechs Monaten von Hamburg bis nach Südafrika fahren. Unterwegs ändert sich ihre Einstellung zum Leben und ihr Reiseziel. Sie verbringen zwei Jahre in Westafrika und erleben einige Abenteuer.

Wie es Filmemacherin Gabi Röhrl erging, als sie von St. Jean Pied de Port nach Santiago de Compostela, auf dem rund 800 Kilometer langen berühmten Jakobsweg pilgerte, zeigt sie in „Nur die Füße tun mir leid“ und präsentiert ihr Werk am 11. Juli in Wertingen.

Weitere Auftritte ihrer Macher sind für den 25. Juli mit „Ausgrissn! Mit der Lederhosn nach Las Vegas“ – Markus Schindler aus Greiling drehte fünfeinhalb Wochen, wie die Brüder Julian und Thomas Wittmann mit ihren Zündapps nach Las Vegas fuhren – sowie am 26. Juli mit „Blown away – Music, Miles and’ Magic“ geplant. In letzterem Film geht es um die Freunde und Abenteurer Ben Schaschek und Hannes Koch, die eine viereinhalb Jahre dauernde inspirierende Reise um die Welt unternahmen und dabei von der Musik, die sie machen, leben. Regie führte Micha Schulz.

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