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AZ-Wissen

17.05.2018

Auf diese Weise motivieren Sie sich selbst

Nicola Fritze erklärt anhand von Spielen, wie Selbst-Motivation geht. Ihr Grundsatz: Nur wer etwas erlebt, verändert sein Denken.
Bild: Michael Hochgemuth

In ihrem Buch gibt Nicola Fritze Tipps, wie Menschen aus ihrer Routine rauskommen und ihre Verhaltens- und Denkmuster durchbrechen. Und zwar aus eigener Kraft.

Das Fell eines Esels ist mal schwarz, mal braun, mal grau. Fragt man allerdings einen Erwachsenen nach der Farbe, kommt meist die Antwort „grau“. Warum? Motivationstrainerin Nicola Fritze erklärt es so: „Je komplexer die Welt, desto mehr neigen Menschen dazu, alles in Schubladen zu stecken.“ Schon in Schulbüchern sei der Esel grau, erzählt die Expertin beim AZ-Wissen-Vortrag in der Stadthalle Gersthofen, so etwas präge bis ins hohe Alter. Deshalb lautet einer von Fritzes Grundsätzen: „Je älter wir werden, desto grauer sind die Esel.“

Erster Baustein

Was der Esel mit Motivation zu tun hat? „Eine Menge“, sagt die Motivationstrainerin und erklärt, dass ein Baustein für Selbst-Motivation das „Denken“ sei. Und wir Menschen würden nun Mal in „Routinebahnen“ denken. Das bedeutet: Wenn wir Milch hören, fällt uns sofort die Kuh ein und danach Flecken. Laut Fritze ist das nicht verwunderlich, da allein das Gehirn 20 Prozent der Körperenergie verbraucht. Wer außerhalb dieser Routine denken möchte, kreativer sein und eigene Denkmuster hinterfragen möchte, braucht Energie. Weil die laut der Motivationstrainerin oft fehlt, halten viele Menschen an ihren Glaubensätzen fest.

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Wenn jemand etwas ändern möchten, empfiehlt die Expertin diese drei Schritte: 1. Glaubenssatz erkennen, 2. Neuen Glaubenssatz finden, 3. Beweise suchen. Ein Beispiel: Eine Person glaubt, sie habe kein Selbstbewusstsein. Nun sollte sie sich fragen, ob das überhaupt stimmt und einen neuen Satz formulieren. Dieser könnte lauten: „Ich habe ein wenig Selbstbewusstsein“. Anschließend muss dieser Mensch Situationen im Alltag suchen, die den neuen Ansatz bestätigen. Erst dann verändert sich das Denken.

Zweiter Baustein

„Aus der Hirnforschung wissen wir, dass Erkenntnis allein nicht reicht, um etwas zu verändern“, erklärt Nicola Fritze. Erst, wenn der Mensch etwas erlebt, Emotionen zulässt, würde sein Denken beeinflusst. Baustein Nummer zwei für Selbst-Motivation sei deshalb das „Handeln“. Fritze sagt: „Auch das Handeln ist von Routine geprägt.“ Allerdings könne nur derjenige etwas bewegen, der sich von der Komfort- in die Stretchingzone begibt. Wie das geht? Die Expertin empfiehlt: „Benutzen sie Ihren Körper. Gehen Sie aufrecht, mit viel Körperspannung und locker aus der Hüfte.“ Denn: Das Äußere beeinflusst die innere Haltung. Außerdem rät Fritze dazu, schnell zu handeln: „Wer grübelt und diskutiert, ob er handelt oder nicht, vergibt Energie.“

Dritter Baustein

Wer sich motivieren möchte, kommt auch um den dritten Baustein, die „Wahrnehmung“, nicht herum. Elf Millionen Informationen pro Sekunde prasseln auf den Menschen ein, erklärt Fritze. Unser Filtersystem sortiert aus, trennt Wichtiges von Unwichtigem. Der Mensch nehme nur das wahr, was er zulassen möchte, was in seinem Kopf herrsche, sagt Fritze und hat daher eine gute Nachricht: „Sie können selbst entscheiden, worauf sie achten.“

„Motivier dich selbst. Sonst macht’s keiner. 50 Impulse, um in Schwung zu kommen“ von Nicola Fritze, Business Verlag, 14,99 Euro.

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