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Milchgipfel
30.05.2016

Milchbauern erhalten mindestens 100 Millionen Euro Soforthilfe

Milchbauern sollen Hilfe bekommen.
Foto: Carsten Rehder (dpa)

Gesunkene Preise für Milch setzen viele Bauern unter Druck. Bundesagrarminister Christian Schmidt kündigte jetzt Soforthilfen in Höhe von mindestens 100 Millionen Euro an.

Die deutschen Milchbauern sollen angesichts drastisch gesunkener Preise Soforthilfen von mindestens 100 Millionen Euro bekommen. Über die genaue Höhe werde er noch Gespräche führen, sagte Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) nach einem "Milchgipfel" mit Vertretern von Bauern, Molkereien und Handel am Montag in Berlin. Damit Landwirte finanzielle Engpässe überbrücken können, soll das Hilfspaket unter anderem zusätzliche Bürgschaften und steuerliche Entlastungen umfassen.

Rasche Umsetzung der Nothilfe für Milchbauern erwartet

Der Bauernverband fordert nun eine rasche Umsetzung der angekündigten Nothilfen. Er erwarte, "dass wir innerhalb der nächsten zwei Monate erste konkrete Ergebnisse haben. Viel länger Zeit haben unsere Milchbauern nicht", sagte Präsident Joachim Rukwied am Montag nach dem "Milchgipfel" im Bundesagrarministerium.

Im Paket des Bundes enthalten sein sollen nach Angaben des Ministers unter anderem Existenzsicherungshilfen, Steuerentlastungen und Freibetragsregelungen zur Schuldentilgung. Nachgedacht werde zudem über Bürgschaftsprogramme und eine Fortschreibung der Entlastung bei der landwirtschaftlichen Unfallversicherung im kommenden Jahr. Hierbei gehe es um Bundeszuschüsse von mindestens 78 Millionen Euro. dpa/AZ

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30.05.2016

Eindeutig ein Schritt in die falsche Richtung. Zu diesem Ergebnis kommt man nur wenn man seine gefärbte politische Brille ablegt.

Wie oft sagt unsere Regierung: man muß an die Symptome ran. Und die sind in diesem Fall eine Überproduktion und eine Embargopolitik.

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30.05.2016

Erst wurden von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) laut getönt, dass es keine Finanzhilfen gibt. Mittlerweile wurde er vom Bauernverband, Molkereien und Handel wohl umgepohlt.

Kaum zu fassen, denn der Bauernverband hat offensichtlich lange Zeit geschlafen. Wenn auf "Teufel komm raus" rücksichtslos produziert wird, ist der Schaden ganz einfach selbstverschuldet. Der Markt ist seit Jahren gesättigt und trotzdem wurde immer mehr Milch produziert.

Eine Kuh, die früher 1700 - 2000 Liter Milch pro Jahr produzierte, liefert heute 10 000 bis 15 000 Liter pro Jahr. Anstatt immer größere Traktoren zu kaufen, wären Rücklagen besser angebracht gewesen.

Jede Menge Chemie, gesundheitsschädliche Überdünnung, Antibiotika und eine nicht artgerechte Tierhaltung machen es möglich.

Mit dem gierigen Streben nach Mehr haben die Bauern insbesondere der Bauernverband weit über die Stränge geschlagen.

Warum soll dies der Steuerzahler nun ausbaden?

Keiner der Bauern müsste am Hungertuch nagen, sollte es keine sofortige Finanzhilfe geben.

Allerdings werden Bauern für ein funktionierendes Ökosystem gebraucht. Wer sollte das sonst können?

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30.05.2016

Bin mal gespannt wie schnell die Einwohner von Braunsbach bei Schwäbisch-Hall in den Genuss von staatlicher Soforthilfe kommen. Die können nämlich wirklich nichts für ihr Schicksal . . .

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