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  3. Wirecard-Skandal: Lebt Ex-Wirecard-Vorstand Marsalek doch in der Nähe von Moskau?

Wirecard-Skandal
20.04.2022

Lebt Ex-Wirecard-Vorstand Marsalek doch in der Nähe von Moskau?

Nach wie vor erhalten die Behörden Informationen über den untergetauchten Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek. Doch es bleibt unklar, wo er lebt und ob er überhaupt noch lebt.
Foto: Breuel-Bild, CityNews

Russland hat den deutschen Behörden angeboten, mit dem geflüchteten früheren Wirecard-Vorstand Marsalek in Kontakt zu treten. Warum ein solches Gespräch nie stattfand.

Staatsanwältinnen und Staatsanwälte in München lassen nicht locker. Sie wollen auch den zweiten mutmaßlichen Drahtzieher in einem der größten deutschen Wirtschaftsskandale aufspüren. Nachdem es erneut Spekulationen gibt, dass der frühere Wirecard-Vorstand Jan Marsalek sich zumindest im vergangenen Jahr in der Nähe von Moskau aufgehalten hat, handelte die bayerische Ermittlungsbehörde und schickte am Dienstag vor Ostern zwei Vertreter zum Bundesnachrichtendienst nach Berlin. Schließlich waren beim BND neue Informationen in dem Fall aufgelaufen. Das verlautete jetzt aus Münchner Justizkreisen.

Der im Fall „Wirecard“ eingebundene Bundesnachrichtendienst hat sich nach diesen Informationen gegenüber den Abgesandten der Münchner Staatsanwaltschaft „sehr transparent“ gezeigt, also viele Infos gegeben. Die Staatsanwaltschaft München machte keine detaillierten Angaben über den Inhalt der Gespräche mit den BND-Leuten.

Auch dem einstigen Vorstandsvorsitzenden Braun droht eine lange Haft

Wie sich aber recherchieren lässt, ging es bei dem Austausch in Berlin auch um das Angebot einer nicht näher genannten „Quelle“ in Russland, die deutschen Behörden könnten mit Marsalek in Kontakt treten. So hat die Staatsanwaltschaft München nach einem Bericht der Bild-Zeitung vor Ostern ein „Inhaftnahme-Ersuchen“ an den Kreml abgeschickt.

Marsalek soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Dazu machten die Ermittler auf Nachfrage keine Angaben. Bislang hat die Staatsanwaltschaft neben zwei weiteren Männern aus dem Führungszirkel des Online-Zahlungsdienstabwicklers Wirecard den einstigen Vorstandsvorsitzenden Markus Braun, 52, angeklagt. Ihm droht eine langjährige Haftstrafe. Dem Wirtschaftsinformatiker wird vorgeworfen, Konzernvermögen veruntreut und gewerbsmäßigen Bandenbetrug begangen zu haben. Braun und andere Manager sollen kreditgebende Banken um 3,1 Milliarden Euro geschädigt haben. Die Anwälte des Beschuldigten weisen all diese Vorwürfe zurück.

Ex-Wirecard-Chef Braun sitzt immer noch in U-Haft

Der Prozess gegen den Ex-Wirecard-Chef, der in Augsburg-Gablingen in Untersuchungshaft sitzt, könnte im Herbst beginnen. Marsalek, 42, galt als die rechte Hand Brauns. Er war im Vorstand für das Asien-Geschäft zuständig. Die Staatsanwaltschaft hält Braun vor, über Jahre hinweg darauf hingearbeitet zu haben, dass Wirecard „als rasant wachsendes, überaus erfolgreiches Unternehmen wahrgenommen wurde“. Am Ende stieg die in Aschheim bei München sitzende Firma in den Dax auf. Den früheren Wirecard-Verantwortlichen wird so auch vorgeworfen, Umsätze im Asien-Geschäft erfunden zu haben, um das Unternehmen im besseren Licht dastehen zu lassen. Der Skandal flog auf, als klar wurde, dass 1,9 Milliarden Euro auf Wirecard-Konten in Asien fehlen. Das Unternehmen musste Insolvenz anmelden.

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Existierte die Summe wirklich nicht? Oder flossen aus Asien hunderte Millionen in Steuerparadiese ab? Hat sich Marsalek daran bereichert? Solche Fragen würden Staatsanwältinnen und Staatsanwälte dem untergetauchten Mann sicher gerne stellen. Nach Informationen unserer Redaktion wurde das Angebot aus Russland, mit dem Geflüchteten Kontakt aufzunehmen, nicht angenommen. Denn in solchen Fällen müssen die Verantwortlichen hierzulande abklären, wie hoch die Risiken eines Gesprächs sind.

Wenn Russland im Spiel ist, besteht die Gefahr, dass die Mächtigen des Landes einen Mann wie Marsalek als Spielball benutzen, um Deutschland zu schaden. Das kann durch eine kompromittierende Aktion geschehen, durch die hierzulande Politikerinnen und Politiker in Zusammenhang mit Wirecard in ein schlechtes Licht gerückt werden. Moskau agiert gerne mit Desinformationskampagnen. Und wegen all der Unwägbarkeiten hat sich Deutschland dagegen entschieden, auf die russische Wirecard-Offerte einzugehen.

BND gibt sich zurückhaltend

Wenn sich Marsalek noch in einer beschützten Wohnanlage in der Nähe von Moskau aufhält, steht er unter dem Einfluss seiner russischen Gastgeber. Es ist davon auszugehen, dass der Österreicher sich nicht frei äußern kann. Der Bundesnachrichtendienst teilte in der Sache auf Anfrage mit: „Der BND nimmt zu Angelegenheiten, die etwaige nachrichtendienstliche Erkenntnisse oder Tätigkeiten betreffen, grundsätzlich nicht öffentlich Stellung. Damit ist keine Aussage getroffen, ob der Sachverhalt zutreffend ist oder nicht.“ Und weiter ließ der BND wissen, über solche Themen die Bundesregierung und die geheim tagenden Gremien des Deutschen Bundestages zu informieren.

Der Wiener bleibt einer der weltweit am intensivsten gesuchten Beschuldigten. Auf einer Europol-Liste steht sein Porträt-Foto neben dem von Mohammed Herzi, dem Geiselnahme, Vergewaltigung und Menschenhandel vorgeworfen werden. Dabei ist unklar, ob sich Marsalek, der sich Kontakten zu russischen Geheimdienst-Leuten gerühmt hat, noch bei Moskau aufhält, wo er nach seiner Flucht via Österreich und Belarus gelandet sein soll. Manch Insider hält es für möglich, dass sich Marsalek womöglich nach einer Gesichts-OP in der Türkei nach Dubai abgesetzt hat. Dort kann man mit entsprechendem Kleingeld ungestört untertauchen. Es ist es nicht einmal erwiesen, dass der Manager überhaupt noch lebt.

Wirecard ist längst auch ein Fall für Jan Böhmermann

Aus Sicht Brauns wäre es, wie Wirecard-Experten sagen, vorteilhaft, wenn sein Ex-Vorstandskollege bis zum Ende des Prozesses nicht auftaucht. Dann könnte er, was sich abzeichnet, die Verantwortung für alles allein auf Marsalek abschieben. Wirecard ist jedenfalls längst ein Fall für Jan Böhmermann geworden. Der Satiriker teilte via Instagram mit, die Mannschaft seiner ZDF-Sendung Magazin Royale habe aus einer Wirecard-Zwangsversteigerung einen Boxsack und einen Medizinball von Marsalek erworben. Auch eine Wirecard-Tischtennisplatte konnten sich die Spaßvögel sichern. Marsalek legt Wert auf einen durchtrainierten Körper. Er hat eine Vorliebe für eng geschnittene Anzüge. In Wirecard-Zeiten trat der überaus selbstbewusste Mann auf, als ob er die Rolle des James Bond übernehmen will.

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Die Diskussion ist geschlossen.

20.04.2022

Der Skandal hinter dem Skandal ist das Verhalten des Bundesnachrichtendienstes. Wenn die "Schlapphüte" wirklich schon seit einiger Zeit wußten, wo der Milliardenbetrüger M. zu finden ist, stelle ich mir die Frage, warum diese - eh' immer wieder skandalgeschüttelte - Bundesoberbehörde ihr Wissen nicht umgehend an die Ermittlungsbehörde weitergegeben hat. Für mich wäre es ein Wunder, wenn die russischen Behörden dem Inhaftierungs- bzw. Auslieferungsgesuchen einer deutschen Staatsanwaltschaft zum jetzigen Zeitpunkt entsprechen würden.

Und Sie, Herr Reiner S., sind offenbar Anhänger der "Lügenpresse"-Fans. Outen Sie sich bitte mal! Stehen Sie noch mit beiden Beinen auf dem Boden der bundesdeutschen Verfassung? Ansonsten sollten Sie solche Rußland-freundlichen Kommentare besser unterlassen, denn diese tun nichts zur Sache! Und was Rußland für ein "Mafia-Staat" ist, können Sie derzeit in der Ukraine begutachten, denn die russische Armee begeht dort am ukrainischen "Brudervolk" Blutrache! Ruhm der Ukraine!

20.04.2022

Ich frage mich nur noch, ob Russland oder Deutschland der schlimmere Mafia-Staat ist.

"Wenn Russland im Spiel ist, besteht die Gefahr, dass die Mächtigen des Landes einen Mann wie Marsalek als Spielball benutzen, um Deutschland zu schaden."

Merkt niemand mehr, welche Hetze sich die deutschen Medien bedienen? Marsalek und die deutschen Wirecard Hintermänner haben Deutschland empfindlichen Schaden zugefügt, aber schelcht sind natürelich nur die Russen.