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Antibiotika-resistente Keime
20.05.2016

Forscher befürchten Millionen Tote durch antibiotika-resistente Keime

Jährlich sterben etwa 700.000 Menschen pro Jahr durch antibiotika-resistente Keime.
Foto: Daniel Karmann/Symbolbild (dpa)

Jährlich fordern antibiotika-resistente Keime etwa 700.000 Tote. Forscher befürchten, dass sich diese Zahl bis 2050 sogar verzehnfachen könnte.

Durch resistente Keime sterben heute bereits etwa 700.000 Menschen pro Jahr. Bis 2050 könnte sich diese Zahl verzehnfachen. Keime werden nämlich zunehmend gegen Antibiotika resistent. Dadurch könnten medizinische Verfahren wie Kaiserschnitte oder Operationen zu gefährlich werden.

Das Forscher-Team um den britischen Ökonomen Jim O'Neill fordert Gegenmaßnahmen gegen resistente Keime. Dazu gehört, Antibiotika in der Landwirtschaft auf der ganzen Welt einzuschränken. Außerdem seinen weltweite Förderungen nötig, um resistente Keime zu erforschen und neue Antibiotika zu entwickeln. Auch die Diagnose von Krankheiten müsse verbessert werden. Innerhalb von zehn Jahren seien bis zu 40 Milliarden Dollar nötig.

Antibiotika-resistente Keime: "Auf der ganzen Welt informieren"

Die Forscher prangern an, dass ständig Antibiotika an Tieren und Menschen verschwendet würden, die sie gar nicht bräuchten. So werden resistente Keime gefördert. "Wir müssen auf verschiedenen Wegen auf der ganzen Welt darüber informieren, warum es entscheidend ist, dass wir aufhören, unsere Antibiotika wie Süßigkeiten zu behandeln", sagte O'Neill der BBC. Andernfalls steuere man medizinisch auf Verhältnisse wie im Mittelalter zu.

Deutschland hat den Kampf gegen resistente Keime bereits verstärkt. Seit Anfang Mai müssen antibiotika-resistente Erreger umgehend gemeldet werden, sobald sie nachgewiesen werden. Zuvor mussten sie nur bei einem Krankenhausbesuch gemeldet werden.

Forderungen gegen antibiotika-Resistente Keime nicht ausreichend

Für Ärzte ohne Grenzen ist der aktuelle Report ein Schritt in die richtige Richtung. Die Forderungen gegen antibiotika-Resistente Keime seien aber nicht ausreichend. Wichtig sei es auch, dass Medikamente für mehr Menschen bezahlbar zu machen.

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