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"Mungo Man"

18.11.2017

Australischer Ureinwohner 42.000 Jahre später beigesetzt

In einer traditionellen Zeremonie verabschiedeten sich Aborigine-Vertreter von ihrem Vorfahren "Mungo Man". Die Überreste des australischen Ureinwohners sind 42.000 Jahre alt.
Bild: Uncredited/AuBC via AP, dpa

Rund 42.000 Jahre nach seinem Tod ist "Mungo Man" in seine Heimat zurückgekehrt: Die Überreste des australischen Ureinwohners sind am Freitag in Lake Mungo beigesetzt worden.

Rund 42.000 Jahre nach seinem Tod ist "Mungo Man" endgültig in seine Heimat zurückgekehrt: Die Überreste des australischen Ureinwohners sind am Freitag beigesetzt worden. In einer traditionellen Zeremonie verabschiedeten sich Aborigine-Vertreter in Lake Mungo von ihrem Vorfahren. Die Ureinwohner hatten seit langem eine Rückgabe der Gebeine gefordert. 

Entdeckt wurden die Gebeine 1974 in einem Grab am Mungo-See im Bundesstaat New South Wales, etwa 750 Kilometer westlich von Sydney. Die Knochen von "Mungo Man" gelten als die ältesten menschlichen Überreste des Kontinents. Sie bezeugen, dass schon vor über 40.000 Jahren Aborigines in Australien lebten. Neueste Forschungsergebnisse gehen sogar von 65.000 Jahren aus.

Jahrzehntelang "schlummerte Mungo Man" in der National University in Canberra

Die Überreste waren jahrzehntelang in einer Kiste in der australischen National University in der Hauptstadt Canberra gelagert worden. Vor zwei Jahren entschuldigte sich die Universität für die Entfernung der menschlichen Überreste vom Land der Ureinwohner. Mit "Mungo Man" sollen an diesem Wochenende auch die Überreste von 104 Eiszeit-Menschen beigesetzt werden. 

Der Kampf um die Rückgabe sei ein langer gewesen, sagte Mary Pappin, eine Älteste der Muthi-Muthi, eines Aborigine-Volkes aus der Region. Umweltminister Josh Frydenberg betonte, dass Australier die Wünsche der Ureinwohner zur letzten Ruhestätte ihrer Vorfahren respektierten. Die Rückkehr von "Mungo Man" sei eine Erleichterung, sagte ein Aborigine-Vertreter. "Wir können sagen, dass er zurück in unserem Land ist. Für unsere Kultur und unser Erbe ist es die richtige Entscheidung." dpa

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