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Kältehaube für Krebspatienten

28.05.2015

Diese Kühlkappe verhindert den Haarausfall bei der Chemotherapie

Die Haube des medizinischen Geräts «DIGNITANA» zur Kopfhautkühlung soll helfen den Haarausfall bei einer Chemotherapie deutlich zu vermindern.
Bild: Peter Steffen (dpa)

Für Krebspatientinnen stellt der Verlust der Haare während der Chemotherapie oftmals einen Verlust der Weiblichkeit dar. Eine Kühlkappe kann nun den Haarverlust verhindern.

Angst vor dem Tod, ein kaputter Körper, und dann auch noch der Verlust der Haare: Der Haarausfall im Verlauf einer Chemotherapie stellt für viele Krebspatienten eine enorme psychische Belastung dar. Entlasten soll nun eine spezielle Kältehaube, die bereits seit einem Jahr an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) erprobt wird. Die Kühlkappen aus Silikon haben selbst die Ärzte überrascht - denn sie können tatsächlich den Haarausfall verhindern.

Kühlkappen bewahren die Haarwurzeln vor der Chemotherapie

"Wir waren äußerst skeptisch, sind aber verblüfft über die Ergebnisse" erklärte die stellvertretende Direktorin der Frauenklinik, Tjoung-Won Park-Simon. 19 Patientinnen mit Brustkrebs hätten die Chemotherapie mit begleitender Kopfkühlung durch die Kältehauben bereits abgeschlossen. Der Erfolg der Kühlkappen ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Nicht bei allen Tumorarten hilft die Kühlkappe, und es kommt auch auf die Patientin selbst an.

Die Kühlkappen, die den Haarausfall durch die Chemotherapie verhindern oder wenigstens vermindern sollen, werden von den Patientinnen während der Infusion der Chemotherapie getragen. Die Kältehauben reagieren sensorgesteuert und kühlen die Kopfhaut auf drei bis fünf Grad Celsius herunter. Das führt zu einer Verengung der örtlichen Blutgefäße, so dass das Medikament lokal schlechter ankommt und die Haarwurzeln geschont bleiben. Die einzige bisher bekannte Nebenwirkung sind Kopfschmerzen wegen der Kälte. Die Krankenversicherungen übernehmen zwar Kosten für eine Perücke, die Anwendung von Kühlkappen erstatten sie aber nicht. dpa/sh

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