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Gesundheit
18.10.2012

Grippeimpfung 2012: Das müssen Sie jetzt wissen

Grippeimpfung 2012: Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema.
Foto: Ralf Hirschberger, dpa

Grippeimpfung 2012: Muss ich mich impfen lassen? Zahlt die Krankenkasse? Wann setzt die Schutzwirkung ein? Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema.

Zwar kommt die jährliche Influenzawelle in Deutschland  meist erst nach der Jahreswende so richtig ins Rollen. Besonders  gefährdete Menschen wie chronisch Kranke sollten sich aber rechtzeitig impfen lassen. Der Oktober und November ist nach  Angaben von Ärzten und Gesundheitsbehörden die beste Zeit für die  Schutzimpfung. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Grippeimpfung 2012 haben wir hier zusammengestellt.

Wer sollte sich gegen die Grippe impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Schutzimpfung  in erster Linie älteren Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranken  mit Grundleiden wie Diabetes, Asthma oder  Herz-Kreislauf-Erkrankungen, medizinischem Personal und  Schwangeren. Gesunden Schwangeren wird eine Impfung erst ab dem  zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen, Frauen mit chronischen  Grundleiden sollten demnach unabhängig vom Schwangerschaftsstadium  geimpft werden.

Wann setzt die Schutzwirkung ein?

Der Impfschutz wird nach zehn bis 14 Tagen erreicht. Die  Experten verweisen aber darauf, dass die Impfung keinen  hundertprozentigen Schutz bietet. Das betrifft vor allem Ältere,  deren Immunsystem generell weniger gut auf Impfungen anspricht.  Deshalb kann es auch bei Geimpften zu einer Influenza-Erkrankung  kommen, möglicherweise mit milderem Verlauf.

Kann ich mich auch impfen lassen, wenn ich gerade einen Infekt  durchmache?

Ein leichter Infekt mit Fieber unter 38,5 Grad stellt in der  Regel kein Problem dar. Bei schweren akuten Erkrankungen und  höherem Fieber sollte die Impfung aber verschoben werden.

Dürfen sich Allergiker impfen lassen?

Wer eine schwere Allergie gegen Hühnereiweiß oder eine Allergie  gegen einen anderen Bestandteil des Impfstoffs hat, darf nicht mit  den üblichen Influenzaimpfstoffen behandelt werden. Es gibt jedoch  einen hühnereiweißfreien Impfstoff, der auch für Allergiker  geeignet ist.

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Wie stark wird die nächste Grippewelle ausfallen?

Das kann nicht genau vorausgesagt werden. Nach Angaben der  Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung von Viruskrankheiten (DVV)  deuten aber die doppelt so hohen Erkrankungszahlen in Australien,  wo bereits Grippezeit ist, auf eine stärkere Erkrankungswelle auch  in unseren Breiten hin. Allerdings sterben in Deutschland auch bei  moderaten Grippewellen jährlich tausende Menschen an den Folgen der  Infektion.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Für über 60-Jährige und weitere Risikogruppen übernehmen die  gesetzlichen Kassen die Kosten. Ein Reihe von Kassen zahlt auch für  alle anderen Impfwilligen. Eine Praxisgebühr wird in keinem Fall  erhoben.

Wie setzt sich der Grippeimpfstoff zusammen?

Der saisonale Impfstoff setzt sich jedes Jahr aus Bestandteilen  der aktuell weltweit zirkulierenden drei Influenza-Virustypen  zusammen. Der Grippeimpfstoff schützt nicht nur gegen Erreger der  normalen Influenza, sondern soll auch gegen die Schweinegrippe  schützen.

Reicht der Impfstoff?

Ja. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat bisher mehr  als 11,5 Millionen Impfdosen freigegeben, es werden aber noch mehr.  Erstmals steht in diesem Jahr auch ein speziell für Kinder  entwickelter Grippeimpfstoff zur Verfügung. Es handelt sich um  einen sogenannten Lebendimpfstoff, der als Nasenspray verabreicht  wird. Zugelassen ist er für Kinder ab zwei bis 18 Jahren. Die  anderen Grippeimpfstoffe werden üblicherweise in die Muskeln  gespritzt.

Brauche ich nach der Impfung im vergangenen Jahr trotzdem eine  neue?

Ja, und zwar nicht nur wegen der sich ständig verändernden  Erreger. Auch die Schutzwirkung der Grippeschutzimpfung lässt nach. afp/bo

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