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Krebs
28.07.2015

Neue Strahlentherapie bei Brustkrebs schont das Herz

Eine neue Therapie bei Brustkrebs kann verhindern, das Patientinnen nach der Bestrahlung an Herzleiden erkranken.
Foto: Symbolbild: Monique Wüstenhagen (dpa)

Die Strahlentherapie, die bei Brustkrebs in der Regel eingesetzt wird, ist schädlich für das Herz. Das Risiko, nach Abschluss der Therapie eine Herzerkrankung zu bekommen, ist hoch.

Eine Studie aus dem Jahr 2013 ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Strahlenbehandlung gegen Brustkrebs zu Herzerkrankungen führt. Mit jeder einzelnen Strahlendosis stieg das Risiko für Patientinnen, ihr Herz dauerhaft zu schädigen. Laut Welt.de sterben Tausende Frauen in Deutschland an Spätfolgen der Krebsbehandlung, wenn sie eine herkömmliche Therapie mit Bestrahlung abgeschlossen haben. Eine neue, atemgestreuerte Bestrahlung kann Brustkrebs bekämpfen, ohne dem Herz dabei zu schaden.

So funktioniert die Brustkrebs-Bestrahlung mit Atemsteuerung

In Deutschland gibt es zwei Kliniken, die Brustkrebspatientinnen die Möglichkeit geben, durch die neue Stahlentherapie selbst an der Behandlung mitzuwirken. Mittels eines Monitors beobachten Patientinnen ihre eigene Atmung, die Ärzte leiten sie an. Das Bestrahlungsgerät bestrahlt kleine Areale der Brust, sobald das Brustbein den idealen Abstand zum Herzen hat. Die Patientinnen müssen tief einatmen, damit sich das Herz in den Brustraum absenkt und für die Strahlen dafür unerreichbar wird. Das schont das Herz und reduziert das Risiko, nach der Bekämpfung des Brustkrebses eine weitere Erkrankung durchstehen zu müssen. sh

Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
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Foto: Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
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