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Studie

04.09.2014

Piloten und Flugbegleiter haben ein stark erhöhtes Hautkrebsrisiko

Piloten und Flugbegleiter haben einer Studie zufolge ein deutlich höheres Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.
Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Piloten und Flugbegleiter haben ein stark erhöhtes Hautkrebsrisiko. Das ist das Ergebnis einer großen Vergleichsstudie. Am schlimmsten trifft es demnach Piloten.

Einer großen Studie zufolge ist das Hautkrebsrisiko von Piloten und Flugpersonal stark erhöht: Insgesamt 19 Einzelstudien mit 226.000 Teilnehmern haben nachgewiesen, dass diese Berufsgruppen ein besonders hohes Hautkrebsrisiko entwickeln. In der Fachzeitschrift Journal of the American Medical Association Dermatology wurde eine Vergleichsstudie veröffentlicht, die erklärt, warum Krebs für Piloten und Flugbegleiter ein Berufsrisiko sein kann.

Piloten und Flugbegleiter erkranken demnach mehr als doppelt so häufig an schwarzem Hautkrebs wie der Durchschnitt der Bevölkerung. Schuld an dem stark erhöhten Hautkrebsrisiko sind die ultravioletten Strahlen, die in einem größeren Umfang in die Flugzeuge eintreten, als bisher angenommen. Mit steigender Höhe nimmt die Strahlenbelastung zu, weil der natürliche Schutz durch die Atmosphäre abnimmt.

UV-Strahlung erhöht Hautkrebsrisiko von Piloten und Flugbegleitern

Die UV-Strahlung des Sonnenlichts gilt als wichtigste Ursache von malignen Melanomen, den Tumoren des schwarzen Hautkrebses, aber auch erbliche Veranlagung. Der Tumor, der auch als malignes Melanom bezeichnet wird, ist besonders bösartig und streut leicht.

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Doch nicht nur die direkte Bestrahlung durch die Sonne schadet. Auch die Reflexion, die durch Wolken erzeugt wird, ist äußerst schädlich - dichte Wolkendecken können 85 Prozent der schädlichen Strahlen noch oben reflektieren. Schneebedeckte Berge wirken ähnlich.

Hautkrebs: Piloten mit größtem Risiko, zu erkranken

Am schlimmsten trifft es die Piloten. Mit einem etwa 2,2-fach erhöhten Erkrankungsrisiko liegt die Strahlenbelastung der Flugzeugführer nämlich noch ein wenig höher als die des Flugpersonals (knapp 2,1). Unterschiede zeigen sich auch bei der Auswertung nach Geschlechtern: Für Männer liegt der Risikofaktor bei 2,38, für Frauen bei 1,93. Das Risiko, an schwarzem Hautkrebs zu sterben, lag beim Flugpersonal insgesamt um 42 Prozent höher als im Schnitt der Bevölkerung.

Welcher Dosis kosmischer Strahlung Piloten und Flugpersonal ausgesetzt sind, werde regelmäßig überwacht, schreiben die Wissenschaftler. Doch "die Gefährdung durch UV-Strahlung ist kein anerkannter beruflicher Risikofaktor für das Flugpersonal". dpa/AZ

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