
Mehr Sicherheit für Patienten: Röntgen-Strahlung soll gesenkt werden

Die Strahlung beim Röntgen soll ab sofort deutlich geringer ausfallen als bisher. Ziel ist es dadurch, die Sicherheit der Patienten zu erhöhen.
Mehr Sicherheit für Patienten: Sowohl bei Röntgenaufnahmen als auch bei einer Computertomografie soll sich ab sofort die Sicherheit der Patienten erhöhen. Dazu wurde die Strahlenbelastung beim Röntgen durch die Herabsetzung der diagnostischen Referenzwerte gesenkt, wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in einer Pressemitteilung erklärt.
Röntgen-Strahlung senken: Mehr Sicherheit für Patienten
Diagnostische Referenzwerte sind Orientierungswerte für die Strahlenbelastung der Patienten. Mediziner sind angehalten, diese Werte zu unterschreiten, wenn sie im Rahmen einer Behandlung Röntgenstrahlung einsetzen. Teilweise wurden die diagnostischen Referenzwerte nun um bis zu 50 Prozent gesenkt.
"Die Senkung der Referenzwerte ist ein wichtiger Schritt zum Nutzen der Patientinnen und Patienten - allerdings sind noch weitere Anstrengungen nötig", stellt BfS-Präsident Wolfram König fest. "Die Strahlenbelastung kann durch verbesserte Verfahren weiter gesenkt werden, ohne die Aussagequalität zu reduzieren. Die Möglichkeiten zur Reduzierung der Strahlenbelastung, die durch neue gerätetechnische Entwicklungen entstehen, müssen noch stärker ausgeschöpft werden."
Radiologie: Diagnostischen Referenzwerten sollen Röntgen-Untersuchungen erkennen
Mit Hilfe von diagnostischen Referenzwerten sollen Situationen erkannt werden, in denen eine Untersuchung oder eine Behandlung auch mit einer geringeren Strahlendosis für die Patienten durchgeführt werden könnte. Außerdem soll das Konzept der diagnostischen Referenzwerte das medizinische Personal dazu motivieren, die Strahlenanwendungen zu optimieren und die Strahlenbelastung dadurch fortlaufend zu reduzieren.
Die diagnostischen Referenzwerte werden regelmäßig durch das BfS aktualisiert, um neue Erkenntnisse in der Radiologie zu berücksichtigen.
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