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Sekundärmetabolit

19.02.2015

So hilft Nikotin Bienen und Hummeln

Sekundärmetabolite schaden Bienen und Hummeln nicht, sondern helfen ihnen.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)

Um sich gegen Fressfeinde zu schützen, erzeugen Pflanzen sogenannte Sekundärmetabolite. Nikotin zum Beispiel soll Pflanzen vor Bienen, Hummeln und ähnlichen Insekten schützen.

In der Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Society B" zeigen Forscher auf, wie Nikotin Hummeln und Bienen helfen kann. Nikotin ist ein Sekundärmetabolit der Tabakpflanze und sollte diese eigentlich vor Insekten schützen. Doch die Abwehrstoffe wirken bei Bienen und Hummeln nicht - ganz im Gegenteil, sie helfen den Insekten.

Bis zur Veröffentlichung dieser Studie war nur wenig über die Auswirkungen von Sekundärmetaboliten wie Nikotin auf Bestäuber wie Bienen und Hummeln bekannt. Die Forscher konnten ihre Vermutung, dass Sekundärmetabolite eine Parasiteninfektion bei Bienen und Hummeln reduzieren, bestätigen. Die acht natürlich vorkommenden Nektar-Chemikalien setzten sich gegen den den Insekten verabreichten Parasiten Crithidia bombi durch.

Parasit von Bienen und Hummeln kann nicht so leicht beseitigt werden

In einem weiteren Test mit mehreren verschiedenen Mikrokolonien von Bienen sollte getestet werden, ob Anabasin, die Mischung mit den stärksten Auswirkungen auf Parasiten, die Übertragung von Parasiten auf bisher nicht infizierte Kolonien stoppen könnte. Insgesamt haben die Wissenschaftler festgestellt, dass Anabasin zwar die negativen Folgen von Crithidia bombi nicht abwenden konnte, dafür aber die Verbreitung zwischen den Kolonien unterbrach. sh

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