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24.04.2012

Weißer Orca gesichtet: Albino-Killerwal "Iceberg" lässt Artenschützer jubeln

Albino-Orca im Nordpazifik gesichtet: Forscher haben im Nordpazifik erstmals einen komplett weißen erwachsenen Schwertwal-Bullen entdeckt.
Bild: dpa

Im Nordpazifik ist ein weißer Killerwahl gesichtet worden. Der Albino-Orca, der "Iceberg" getauft wurde, lässt Artenschützer jubeln.

Albino- im Nordpazifik gesichtet: Forscher haben im Nordpazifik erstmals einen komplett weißen erwachsenen Schwertwal-Bullen entdeckt. Vermutlich handele es sich um einen Albino, berichtete die österreichische Artenschutz-Agentur Shifting Values am Wochenende über die Entdeckung des Far East Russia Orca Projects (FEROP).

Weiße Orcas sind sehr selten

Erwachsene Albinos seien unter den Walen selten, weil sie empfindlicher für Sonnenbrand seien und schlechter sehen könnten, was die Jagdchancen und damit Lebenserwartung schmälere. Das Team der Universitäten Moskau und Sankt Petersburg hatte den weißen Orca-Bullen schon vor einiger Zeit vor den russischen Kommandeurinseln gesichtet, aber ihre Entdeckung den Angaben zufolge bislang noch nicht der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Albino-Orca: Sie tauften ihn Eisberg

Wegen seiner hoch aufragenden weißen Rückenflosse tauften die Experten ihn Iceberg (Eisberg). Der weiße Schwertwal lebt in einer Schule mit zwölf weiteren Orcas. Icebergs Familie sei einer von 61 identifizierten Sozialverbänden in der Region, erläuterte die Agentur. Die meisten davon seien ortstreue Familien, die sich ausschließlich von Fisch ernährten.

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"In vielerlei Hinsicht ist Iceberg ein Symbol für alles Unverfälschte, Wilde und Außergewöhnliche, was da draußen im Ozean noch darauf wartet, entdeckt zu werden", betonte FEROP-Co-Direktor Erich Hoyt in der Mitteilung. "Die Herausforderung besteht darin, das Meer intakt zu halten, so dass solche Überraschungen immer wieder möglich sind." Icebergs Heimat gehört zum größten russischen Meeresschutzgebiet.

Killerwale sind bedroht

Artenschützer fordern eine Ausweitung der Schutzzone, um die dort lebenden Tiere vor der zunehmenden Öl- und Gasförderung in der Region zu schützen. Bei Walen und Delfinen gebe es nur vereinzelte Sichtungen erwachsener Albinos, erläuterte Shifting-Values-Gründer Nicolas Entrup. Die fehlende Pigmentierung der Haut mache die Tiere unter anderem anfälliger für Hautkrebs.

Das Hauptproblem sei jedoch die Einschränkung der Sehfähigkeit, die bei vielen betroffenen Tieren das Leben deutlich verkürzen dürfte. Die Meeressäuger sind für die Jagd auf gute Augen angewiesen. Alternativ kann auch eine Genmutation namens Leuzismus zu fehlenden Pigmenten führen. Beim Leuzismus fehlen die pigmentbildenden Zellen komplett, während sie beim Albinismus nicht in der Lage sind, Pigmente zu bilden. (dpa, AZ)

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