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Vortrag

26.03.2015

100 Gäste wollen wissen, ob der Glaube hilft

Gerhard Kellner ist im Pfarrzentrum in Aichach der Frage „Hilft der Glaube?“ nachgegangen.
Bild: Petra Jarde

Der Psychologe Gerhard Kellner spricht über das Thema im Pfarrzentrum in Aichach.

Die Wirkung der Spiritualität auf die Gesundheit hat jetzt knapp 100 Zuhörer im Pfarrzentrum in Aichach beschäftigt. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Rupert Jung war überzeugt: „Wenn ein gläubiger Mensch nachweisbar gesünder wäre als ein Atheist, wäre es für uns alle sehr einfach zu glauben.“ Hilft der Glaube? – Das war die Frage, die Referent und Diplompsychologe Gerhard Kellner vom Bildungszentrum für katholische Krankenhausseelsorge in Augsburg beantworten sollte.

Er erklärte, dass gesunde Menschen Stress durch Meditation abbauen könnten und dadurch zu innerer Ruhe und Gelassenheit kommen. Es sei durch Hirnstrommessungen bewiesen, dass Meditieren das Gehirn positiv beeinflusse. „Sich Zeit nehmen und entschleunigen hilft, einen klaren Kopf zu bekommen“, sagte Kellner.

Wichtig sei zudem, einen Sinn in seinem Leben zu finden, auch wenn sich dieser im Laufe eines Lebens ändern könne.

Wenn ein Mensch schwer erkrankt ist, könne der Glaube eine Stütze sein, der Besuch von Wallfahrtsorten beispielsweise gebe Trost. Geht das Leben zu Ende, sei es hilfreich, wenn man an einen Gott glauben kann, der auf einen wartet und einen liebevoll aufnimmt. Das Bild einer Schleuse sei ein gutes Symbol für Trauerbewältigung. Der Sterbende und die Angehörigen gehen dabei durch eine Schleuse, in der ein langsames Abschied nehmen möglich ist. In der Palliativmedizin gibt es auf Wunsch eine Segensfeier für Sterbende und ihre Angehörigen, bei der die Angehörigen, die sich trauen, den Kranken segnen können. (pja)

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