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Affing

21.02.2015

Affing sieht genug Bedarf für einen Hort

Hier, auf dem Hartplatz hinter der Mehrzweckhalle, soll der neue Hort für die Nachmittagsbetreuung der Affinger Schuljugend entstehen.
Bild: Martin Golling

Die Gemeinde Affing will ein weiteres Haus für Kinder bauen. Dafür will sie viel Geld in die Hand nehmen.

Affing „Kinderfreundliche Gemeinde“ – mit diesem Schlagwort hat Affing, lange bevor es einen Rechtsanspruch auf Krippenplätze gab, für sich geworben. Nun fiel folgerichtig in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Entscheidung, auch noch einen Hort zu bauen – innerhalb der nächsten zwei Jahre.

Drei Millionen Euro will die Kommune in die Hand nehmen, um ihren Familien die Möglichkeit zu geben, beruflich leistungsfähig zu bleiben. Die Kommune wird deren Nachwuchs nach der Schule betreuen, wenn es gewünscht ist, sogar bis 17 Uhr – „und mit maximal 30 Schließtagen im Jahr“, versichert Zweiter Bürgermeister Markus Winklhofer.

Schon jetzt bietet die Gemeinde Affing in den Räumen der Kindertagesstätten in den Ortsteilen Haunswies und Mühlhausen diese Betreuung für insgesamt 55 Kinder an. „Da müssen wir etwas runterfahren, weil wir die Kindergartenplätze brauchen“, verweist Winklhofer auf künftige Engpässe. Zugleich wird der Platz knapp an der Grundschule Affing. Die Mittags- und Nachmittagsbetreuung für weitere rund 30 Kinder kann dort nicht bleiben.

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Die vom Gemeinderat beschlossene Lösung heißt: Ab September 2015 sollen Container auf dem Hartplatz hinter der Mehrzweckhalle stehen, und zwar befristet auf zwei Jahre. Die dafür nötigen 200000 Euro sind in den veranschlagten drei Millionen Euro bereits enthalten.

Markus Winklhofer erinnert daran, dass dieses Thema den (alten) Gemeinderat bereits im April 2014 beschäftigte. Damals habe Claudia Ruisinger, die Leiterin der Kindertagesstätte in Haunswies, darauf hingewiesen, dass ihr Haus den Hort in diesem Umfang nicht aufrechterhalten kann.

„In den nächsten Jahren besuchen rund 200 bis 220 Kinder die Grundschule Affing. Wir rechnen mit 140 bis 150 Kinder, die Mittags- und Nachmittagsbetreuung in Anspruch nehmen werden. Dieser Bedarf entwickelt sich überall, da ist Affing keine Ausnahme“, erklärt Karsten Weigl, seit August 2013 Leiter der hiesigen Grundschule. Markus Winklhofer betont: „Wir tragen mit dieser Investition lediglich den gesellschaftlichen und familiären Entwicklungen Rechnung.“

Eltern wünschen sich am meisten Mittagessen und Ferienbetreuung

Mittagessen und Ferienbetreuung gehörten zu den am öftesten formulierten Forderungen aus der Elternschaft, ergänzt Karsten Weigl und erklärt, dass sich mit der Konzentration der Mittags- und Nachmittagsbetreuung auf einen Standort auch die Schulsozialarbeit gut mit verzahnen lasse. „Das absolut Wichtigste, was Grundschüler mitkriegen müssen, ist dieses soziale Lernen.“

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