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Aichach
02.06.2021

Humanitas Aichach hilft beim Bau einer Hühnerfarm in Tansania

An der Baustelle für die Hühnerfarm in Tansania wird bereits schwer gearbeitet. Links im Hintergrund der alte Hühnerstall.
Foto: Manfred Zeiselmair, Schwester Jennipher

Nach den Kuh-Patenschaften gibt es ein neues Projekt beim Rosminian-Krankenhaus, das die Humanitas unterstützt. Für Massai-Frauen ist das besonders wichtig.

Von einer aktuellen Hilfsaktion für Massai-Frauen im afrikanischen Tansania berichtet Lieselotte Pfundmair-Bischoff, die Vorsitzende von Humanitas Aichach. Auf dem Gelände des Rosminian-Ordens in Kwalukonge soll eine größere Hühnerfarm entstehen.

Humanitas Aichach helfen Hühnerfarm in Tansania zu bauen

Pfundmair-Bischoffs Angaben zufolge überraschen die Mitarbeiter des dortigen, von Humanitas unterstützten Rosminian-Krankenhauses immer wieder mit neuen erfolgversprechenden Ideen, um die Lebenssituation der Massai in der Region zu verbessern. Bereits vor drei Jahren hatte der Klinikleiter Father Ambrosius Chuwa mit einer Humanitas-Kuhpatenschaft-Aktion eine erfolgreich gestartete Rinderzucht ins Leben gerufen. Mittlerweile besteht die Paten-Rinderherde aus mehr als 100 Tieren und es gab mehrfach Kälbernachwuchs. Father Ambrosius strebt an, finanziell unabhängig zu werden. Langfristig wolle er zudem eine weiterführende Schule für Landwirtschaft auf dem Gelände errichten.

Nun hat auch die im Krankenhaus arbeitende Schwester Jennipher eine Aktion gestartet, die eine Unterstützung wert sei, so Pfundmair-Bischoff: eine Hühnerfarm. Die Vorsitzende der Hilfsorganisation und ihre Tochter Michaela Pfundmair hatten die examinierte Krankenschwester im Jahr 2019 bei einem Tansania-Besuch kennengelernt.

Werdende Mütter unter Massai leiden oft unter Anämie

Wie Pfundmair-Bischoff berichtet, kümmert sich „Sister Jenny“ – neben ihrer Tätigkeit im Krankenhaus – intensiv um die Belange der weiblichen Massai. „Durch ihre liebevolle Art“ habe sie das Vertrauen der scheuen Frauen gewonnen, erklärt die Humanitas-Vorsitzende. Unter anderem startete sie im Jahr 2017 eine Studie bei den Massai-Frauen und stellte fest, dass werdende Mütter oft unter Anämie leiden. Dabei wird der Körper durch einen Mangel an rotem Blutfarbstoff mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Hauptursache dafür sei die einseitige Ernährung – durch Milch und Fleisch – der Massai, die als Nomaden oder Halb-Nomaden hauptsächlich ihre Kuhherden als Ernährungsgrundlage haben.

Schwester Jennipher vom Rosminian-Krankenhaus in Kwalukonge/Tansania will für Massai-Frauen eine Hühnerfarm errichten.
Foto: Manfred Zeiselmair, Michaela Pfundmair

Als Konsequenz versucht Sister Jenny deren Ernährung zu bereichern, zum Beispiel mit Früchten und Gemüse, aber auch mit Eiweißgabe durch Hühnereier, berichtet Pfundmair-Bischoff. So habe die Krankenschwester schon vor längerer Zeit damit begonnen, in einem kleinen Stall auf dem Rosminian-Gelände eine Hühnerfarm aufzubauen.

Humanitas Aichach sammelt Spenden für die Hühnerfarm

Nun würde sie gerne ein neues Gebäude errichten und um 150 Hühner aufstocken, damit die neue Hühnerfarm 250 Tiere umfasse. Langfristig sei ihr Plan, dass sich um die Hühner mindestens zwei Frauen kümmern, deren Lohn durch den Verkauf der Eier erwirtschaftet werden könne. Zudem sollen die Hühnereier als Zusatzernährung für kranke Massai-Frauen dienen. Angesichts geringer Finanzen sei Sister Jennys Unternehmung jedoch ins Stocken geraten, sodass die engagierte Krankenschwester nun Humanitas Aichach um Unterstützung bat.

Laut Pfundmair-Bischoff haben die Mitglieder von Humanitas Aichach dem Projekt bereits zugestimmt. „Auf das Rosminian-Konto nach Tansania wurden hierfür inzwischen 3300 Euro überwiesen“, erklärt sie. Damit könne der Bau eines gemauerten Hühnerstalles einschließlich Türen, Fenster und Zaun um das Gelände finanziert werden. Lieselotte Pfundmair-Bischoff freut sich, dass dieses lebensnahe Projekt in erster Linie von Frauen „als Hilfe zur Selbsthilfe“ betrieben werden könne. Sie ist überzeugt, dass die Hühnerhaltung Vorbildwirkung haben wird und dazu beitragen kann, die dortige Lebenssituation zu verbessern.

Nähere Informationen über die Projekte der Aichacher Hilfsorganisation Humanitas und Möglichkeiten zur Unterstützung gibt es auf der Internetseite der Humanitas Aichach.

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