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Verkehr

08.10.2015

Aindlinger Tempomesser bleibt verschwunden

Die Gemeinde Petersdorf hat sich diesen Sommer ein Tempomessgerät gekauft.
Bild: Thomas Glöckner

Die Suche nach den Dieben ist eingestellt. Die Gemeinde will sich jetzt ein Gerät mit den Nachbarn teilen. Ein Gemeinderat macht einen "unseriösen" Vorschlag.

Die Marktgemeinde Aindling hat kürzlich Post von der Augsburger Staatsanwaltschaft bekommen. Diese teilt mit, dass das Verfahren in Sachen gestohlenes Tempomessgerät eingestellt ist. Der Dieb konnte nicht ausfindig gemacht werden. Die 1500 Euro teure Anlage bleibt verschwunden.

Wie berichtet, kam die mobile Geschwindigkeitsmessanlage der Marktgemeinde Anfang Juli abhanden. Sie stand am westlichen Ortseingang von Eisingersdorf (Richtung Pichl) und zeigte den Verkehrsteilnehmern ihr Tempo und den dazugehörigen „Smilie“ an. Selbst wenn jemand von der Messanlage ein „trauriges Gesicht“ gezeigt bekommt, muss er keine direkten Konsequenzen fürchten, da das Gerät die Autofahrer nicht blitzt. Es würde also keinen Sinn machen, es zu stehlen, um eine Verkehrssünde zu vertuschen. So rätselt Aindlings Bürgermeister Tomas Zinnecker weiter, was die Langfinger mit dem Tempomesser anfangen wollen. Zumal das Auslesegeräte weiterhin bei der Gemeinde ist.

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung kam jetzt die Frage auf, ob ein neues Messgerät beschafft werden soll. Zinnecker sprach sich spontan dagegen aus: „Ich würde mal eine Zeit darauf verzichten.“ Es könne nicht sein, dass gestohlene Dinge in diesem Preissegment sofort wieder ersetzt würden.

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Gemeinderat Benjamin Schröter und einige seiner Kollegen verwiesen aber auf die Wichtigkeit der Tempomessungen und regten an, sich mit einer anderen Gemeinde ein Gerät zu teilen. Auch Zinnecker räumte ein, dass eigentlich ein Gerät für die drei Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Aindling reichen müsste. „Aber Todtenweis hat schon ein eigenes“, so Zinnecker. Karl-Andreas Gamperl erwiderte im Spaß: „Dann klauen wir halt das aus Todtenweis.“ Tatsächlich hat auch die dritte VG-Gemeinde, Petersdorf, bereits ein eigenes Gerät. Dass es wenige Wochen nach dem Verschwinden der Aindlinger Anlage in Betrieb genommen wurde, sorgte in der Bevölkerung zwar für Witzeleien, ist aber ein kurioser Zufall.

Jedenfalls will Zinnecker jetzt mit seinen Bürgermeisterkollegen reden, ob eine VG-weite Lösung möglich wäre. (ull, cli)

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