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Kommunalwahl 2020

23.01.2020

Alexander Richter ist in Rehling Bürgermeisterkandidat

Die Freien Wähler wollen ins Rehlinger Rathaus. Die neue Ortsgruppe hat jetzt ihre Kandidaten für das Bürgermeisteramt und den Gemeinderat nominiert.
Bild: Josef Abt

Plus Die neue Ortsgruppe der Freien Wähler geht mit ihm ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters. Asmus Winter zieht die Kandidatur überraschend zurück.

Lange hatte es in der Lechraingemeinde Rehling danach ausgesehen, dass es bei der Kommunalwahl am 15. März nur eine Liste und mit Christoph Aidelsburger (CSU/Bürger für Rehling) auch nur einen Bürgermeisterkandidaten geben würde. Seit Dienstag gibt es nun eine zweite Liste und einen zweiten Bürgermeisterkandidaten. Die neu gegründete Ortsgruppe der Freien Wähler (FW) unter Vorsitz von Alexander Richter hat im Sportheim des TSV Rehling Gemeinderatskandidaten und mit Alexander Richter einen weiteren Kandidaten für den Bürgermeistersessel nominiert.

Wie berichtet, hätte die Nominierungsversammlung schon vergangene Woche stattfinden sollen. Wegen eines Formfehlers beim öffentlichen Aushang war sie kurzfristig abgesagt worden. Während damals die Ankündigung überraschte, dass sich neben Richter auch Asmus Winter als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung stellen will, so überraschte jetzt die Mitteilung, dass Winter seine Bewerbung zurückgezogen hat. Somit war der 56-jährige Industriekaufmann Alexander Richter der einzige Kandidat.

Auch Bewerber der anderen Liste sind da

Über 80 Besucher waren in die Lechtalstuben in Oberach gekommen, darunter viele Bewerber der Liste von CSU und Bürger für Rehling mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Christoph Aidelsburger. 54 Besucher waren wahlberechtigt.

Alexander Richter ist in Rehling Bürgermeisterkandidat

Kreisvorsitzender Erich Nagl aus Dasing sagte, politische Vielfalt in der Kommunalpolitik sei gut, „denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft“. Es sei wichtig, mit unterschiedlichen Meinungen die Diskussionen zu gewissen Themen interessanter zu machen. Landtagsabgeordneter Johann Häusler aus Biberbach sagte, eine Demokratie lebe auch von den Entscheidungen in der Kommunalpolitik, die in der Regel nur durch Ehrenamtsträger ausgeübt werde und zum Wohle der Gesellschaft diene.

Als Wahlleiterin fungierte Petra Wengert aus Augsburg. Als einziger Kandidat wurde Alexander Richter mit 41 Stimmen von den 54 Wahlberechtigten als Bürgermeisterkandidat nominiert. Der 56-Jährige wohnt seit 2000 in Rehling und bezeichnete den Ort mit seinen rund 2600 Einwohnern wie auch die gesamte Gegend mit dem Lechrain als „lebens- und liebenswert“.

Richter reizt die Vielseitigkeit des Amtes

Bislang hatte er keinen Bezug zur Kommunalpolitik. „Ich habe auch keine Ahnung, was bei einer Wahl in diesem Amt auf mich genau zukommen würde, doch ich nehme die Herausforderung an und ich schaffe dies“, sagte er. Er habe beruflich als Projektleiter und Außendienstler schon viele Hürden gemeistert. Ihn reize die Vielseitigkeit des Amtes.

Richter führte die Erfolge der beiden Bürgerinitiativen auf, in denen er sich engagiert hat: Gegen den zunächst geplanten Standort des Tetra-Funkmasts beim Gockel und die Aktionen zur Fußwegsicherung im Ortskern. Zu den Zukunftsaufgaben im Falle eines Wahlsieges nannte Richter fünf Schwerpunkte: Bürgernähe und bessere Kommunikation mit den Bürgern, Verbesserung der Infrastruktur, Energieoptimierung mit einer möglichen Eigenversorgung der Gemeinde, das Wachstum steuern und den dörflichen Charakter erhalten, sowie ein Konzept für den Naturschutz in Zusammenarbeit auch mit anderen Gemeinden. Alexander Richter bekräftigte, im Gemeinderat wolle man mit Fachargumenten überzeugen, nach vorne schauen und gemeinsam mit den Leuten nach Lösungen suchen.

Die Kandidaten der Rehlinger Ortsgruppe der Freien Wähler: Alexander Richter (vorne in der Mitte), (links von ihm) Klara Fries und Anton Fries, (rechts neben Richter) Ruth Richter und Werner Lindermeir, (hinten, von links) Stefan Mahl, Quirin Wilhelm, Oliver Schober, Markus Vötterl, Volker Wiesker und Robert Schaser.
Bild: Josef Abt

Für den Rehlinger Gemeinderat standen zunächst 14 Kandidaten auf der Liste. Bei allen Bewerbern handelt es sich um „Neulinge“ in der Rehlinger Kommunalpolitik, die sich künftig im Gemeinderat einbringen wollen. Diese hatten Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen, bevor gewählt wurde. Von den 52 Stimmzetteln waren 32 unverändert abgegeben worden, also mit allen 14 aufgeführten Kandidaten. Es konnten auch Kandidaten gestrichen werden. Für die Kandidaten ergaben sich zwischen 7 und 14 persönliche Stimmen. Nach der Wahl verzichtete Jennifer Mahl auf ihre Nominierung. Somit sind nun 13 Kandidaten nominiert.

Die Gemeinderatskandidaten:

  • 1. Alexander Richter, Bürgermeisterkandidat, Rehling (56 Jahre alt), Industriekaufmann (gewählt mit 46 Stimmen).
  • 2. Anton Fries, Rehling, (58), Industriemeister und Maschinenbauunternehmer (46).
  • 3. Werner Lindermeir, Rehling (43), Industriemeister (45).
  • 4. Oliver Schober, Sägmühl (40), Vertriebsmitarbeiter (45).
  • 5. Robert Schaser, Unterach (27), Qualitätssicherung (44).
  • 6. Franz Ritter, Rehling (47), Feuerwehrbeamter (43).
  • 7. Quirin Wilhelm, Unterach (31), Maschinenbau-Ingenieur (43).
  • 8. Markus Vötterl, Au (43), Industriemeister (43).
  • 9. Stefan Mahl, Unterach (31), Vorarbeiter Hochbau (42).
  • 10. Ruth Richter, Rehling (54), Key Account-Managerin (42).
  • 11. Asmus Winter, Unterach (54), Versicherungsmakler (40).
  • 12. Klara Fries, Rehling (55), Büroleiterin (40).
  • 13. Volker Wiesker, Rehling (keine Angaben zu Alter und Beruf aus Datenschutzgründen), (39).


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