Eine weitere Freiflächen-Photovoltaikanlage soll auf Aichacher Stadtgebiet entstehen: Ein Bauwerber will sie südlich von Oberwittelsbach auf einer Fläche von fast acht Hektar bauen. Das entspricht etwa der Größe von elf Fußballfeldern. Die Anlage soll eine Leistung von 7,0 bis etwa 7,5 Megawatt haben. Die Pläne stelle Bauamtsleiterin Carola Küspert jetzt im Bauausschuss des Aichacher Stadtrats vor.
Die Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 7,9 Hektar liegen beim Harthofer Wald entlang der Ortsverbindungsstraße zwischen Oberwittelsbach und dem Kreisverkehr an der Kreisstraße AIC2 zwischen dem Aichacher Stadtteil Untergriesbach und Allenberg (Gemeinde Schiltberg). Ein Grundstück für den jetzt geplanten Solarpark liegt südlich eines Bewirtschaftungswegs, die anderen beiden nördlich davon.
Die beiden nördlichen Flächen sind getrennt durch ein rund 6900 Quadratmeter großes weiteres Grundstück, das nicht für den Solarpark zur Verfügung steht, weil der Eigentümer die Fläche nicht an den Betreiber verpachten will. Dadurch entsteht eine etwa 40 Meter breite Lücke. Küspert wies darauf hin, „dass das optisch nicht ansprechend wird“: Aus Gründen der Anlagensicherheit müssen alle drei Flächen mit Photovoltaik-Modulen eigens umzäunt werden. Südlich der geplanten Anlage liegt auf einem anderen Grundstück ein Stall. Zur Ortsverbindungsstraße hin ist ein Blühstreifen geplant, im westlichen Bereich am Waldrand eine ökologische Ausgleichsfläche.
Für Solarpark wird ein Bebauungsplan aufgestellt
Um die Anlage möglich zu machen, soll nun ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt und der Flächennutzungsplan geändert werden, lautete die einstimmige Beschlussempfehlung des Ausschusses an den Stadtrat. Die Flächen sollen für 30 Jahre für den Solarpark genutzt werden können. Danach sollen sie wieder landwirtschaftlich genutzt werden.
In dem Bereich zwischen den Aichacher Stadtteilen und Allenberg lag auch eine der drei Konzentrationsflächen für Windkraft, die der Stadtrat 2013 ausgewiesen und im März 2018 wieder aufgehoben hat. Pläne, dort eine Windkraftanlage zu bauen, sind gescheitert.
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