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Bauausschuss Affing

11.07.2019

Bekommen Hunde ein Paradies in Mühlhausen?

Aktive Hunde wollen beschäftigt werden. Im Mühlhauser Gewerbegebiet möchte ein Augsburger Hundetrainer eine ganze Erlebniswelt rund um den Vierbeiner schaffen – scheitert aber an Bedenken im Bauausschuss.
Bild: Simone Bronnhuber (Symbolbild)

Plus Ein Augsburger Hundetrainer möchte am Gewerbegebiet eine Welt für Hunde schaffen vom Hundefriseur bis zur Hundepension. Seine Pläne haben keine Chance – vorerst

Hundefreund Farshid Ghadiri plant einen großen Wurf – im Gewerbegebiet in Mühlhausen. Dort hat er ein Grundstück gefunden, das, wie er sagt, ideal ist für seine Zwecke. Der Augsburger Hundetrainer will ein Zentrum für des Menschen besten Freund bauen. World of Dogs, Welt der Hunde, nennt er es. Geben soll es alles, was Herrchen, Frauchen und Tier so alles brauchen könnten. „Ein richtiges Hundeparadies soll es werden“, sagt Ghadiri, vom Verhaltenstraining bis zur Hundetagesstätte, vom Gassi-Service bis zur Tierarztpraxis. Bis zur Realisierung allerdings könnte es noch ein wenig dauern.

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Baurechtlich ist das Hundeparadies in Mühlhausen derzeit nicht möglich

Das zeigte sich am Mittwoch, als Ghadiris Bauantrag dem Affinger Bauausschuss vorlag. Denn rein baurechtlich betrachtet, gibt es derzeit keine Chance für Ghadiris geplantes Hundeparadies. Das Grundstück liegt nördlich des Unterkreuthwegs und westlich der Bebauung im Rechten Kreuthweg. Darauf steht schon seit Jahrzehnten ein Wohnhaus, früher war es eine kleine Insel in unbebautem Umfeld. Zwar ist das Gewerbegebiet längst herangerückt, laut Gemeindeverwaltung handelt es sich aber nach wie vor um Außenbereich. Bürgermeister Markus Winklhofer betonte, deshalb könne man derzeit nicht ja zu dem Hundezentrum sagen.

Eine Tierarztpraxis soll das Hundeparadies in Mühlhausen ergänzen

Das Areal hat eine Fläche von rund 10000 Quadratmeter. Nutzen will Ghadiri, wie er gegenüber unserer Zeitung sagte, etwa 7000 Quadratmeter. Er plant einen umfassenden Service für Hundebesitzer. Sie sollen ihr Tier tagsüber bei ihm in Obhut geben könne, ebenso wenn sie in Urlaub fahren. Gruppen- und Einzeltraining sind vorgesehen, aber auch Hundesport oder Therapien für traumatisierte Tiere. Das Angebot will der Hundetrainer ergänzen mit einem Hundefriseur, einer Kleintierpraxis und der Möglichkeit zu genügend Auslauf. „Hunde sind heutzutage Familienmitglieder und sie sollen auch so behandelt werden“, sagt Ghadiri. Deshalb ist es ihm wichtig, vor Ort auch wohnen zu können. Die Tiere in der Hundepension sollen nachts nicht allein sein. Das betonte er im Bauausschuss, dessen Mitglieder auf einen Beschluss des Gemeinderates hinwiesen, wonach im Gewerbegebiet keinen Wohnungen mehr zugelassen werden sollen. Ghadiri pocht hier auf den Bestandsschutz. Schließlich werde auf dem Grundstück auch derzeit gewohnt. Eigenen Angaben zufolge, hat er eine Kaufoption für diese Fläche.

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Die Bedenken im Ausschuss richten sich nicht grundsätzlich gegen die Pläne

Dass der Bauausschuss am Ende einstimmig nein sagte, war für den Antragsteller keine Überraschung. Zwar gab es Bedenken. Josef Engelschalk etwa befürchtete „Mordsprobleme“ auch in Bezug auf den Lastwagenverkehr im Gewerbegebiet. Aber es ging nicht um eine grundsätzliche Ablehnung. Matthias Brandmeir zum Beispiel stellte fest, wo, wenn nicht im Gewerbegebiet wäre denn sonst ein solches Hundezentrum passend. Auch Carlos Waldmann sagte, er habe keine Probleme mit der Hundepension.

Nun gehen die Pläne ins Landratsamt, wo sich Ghadiri eine Klärung der Lage verspricht. Er hofft auf eine Deklaration als Innengebiet, was ihm eine Bebauung ermöglichen würde. Das könnte, so hofft er, rascher gehen, als die ohnehin geplante Erweiterung des Gewerbegebietes auf gut vier Hektar, die das fragliche Grundstück einschließt. Aus verschiedenen Gründen, darunter auch naturschutzrechtliche, ist aus der bereits 2017 vom Gemeinderat beschlossenen Erweiterung bislang nichts geworden.

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