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Polizei

12.08.2018

Betrunkene Jugendliche zum Volksfest-Auftakt in Dachau

In der ersten Volksfestnacht in Dachau bekam die Polizei viel Arbeit. Symbolfoto
Bild: Bernhard Weizenegger

Schon wenige Stunden nach der Eröffnung hat die Polizei alle Hände voll zu tun. Nicht nur alkoholisierte Teenager sind ein Problem

Dachau Das Dachauer Volksfest ist eröffnet und schon geht’s rund. Zwar verlief der Auftakt am Samstagmittag recht friedlich, doch schon in der ersten Nacht hatte die Polizei jede Menge Arbeit: mit Jugendlichen, die sich in ein Zelt einschleichen wollten, mit Teenagern, die zu viel Alkohol erwischt hatten, und mit Betrunkenen, die aggressiv wurden.

Laut Dachauer Polizei war vor allem die hohe Zahl alkoholisierter Jugendlichen auffällig. Die Bedienungen in den Bierzelten hätten sich zwar an die Jugendschutzvorschriften beim Ausschank von Alkohol gehalten. Doch gelang es einigen Jugendlichen, Flaschen mit hochprozentigem Alkohol in die Zelte zu schmuggeln. So wurde unterm Tisch öfter mal kräftig „nachgetankt“. Ein 14-jähriger Bub landete auf diese Weise gegen 21 Uhr mit über 1,6 Promille beim Rettungsdienst und musste in ein Münchner Klinikum eingeliefert werden.

Mehrere Jugendliche hatten schon am frühen Abend versucht, sich unter Vorlage von Personalausweisen älterer Freunde, Zugang zum Party-Zelt zu erschleichen. Das Wachpersonal bemerkte dies allerdings und übergab die Jugendlichen an die Polizei. Sie alle erwartet eine Strafanzeige wegen Missbrauchs von Ausweispapieren.

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Gegen 20.30 Uhr stieg ein 22-jähriger Dachauer über die Absperrung ins Party-Zelt. Einer Angestellten, die ihn erwischte, bot er Geld dafür an, bleiben zu dürfen. Die Frau schlug das Angebot aus und alarmierte den Sicherheitsdienst. Als der junge Mann des Zeltes verwiesen wurde, ging er auf das Personal los. Mit Schlägen und Tritten verletzte der 22-Jährige eine Bedienung und einen Mitarbeiter der Security.

Nachdem das Volksfest gegen Mitternacht offiziell beendet wurde, kam rund um den Festplatz zu etlichen Straftaten. So rissen unbekannte Täter in der Ostenstraße einen Bauzaun aus der Verankerung und warfen diesen auf einen BMW.

Kurz vor 1 Uhr wurden die Polizeibeamten zum Restaurant Pheas (ehemaliges Seven) in die Schleißheimer Straße gerufen, da es dort zu einer Schlägerei gekommen war. Als die Polizisten 19-jährige männliche Opfer befragen wollten, wurde dieses aggressiv. Bekannte wollten dem 19-Jährigen beistehen. Es kam zu einer Rauferei mit den jungen Männern, bei der vier Polizeibeamte leicht verletzt wurden. Der 19-Jährige und sein 22-jähriger Bruder, die laut Pressemitteilung absolut nicht mehr zu beruhigen waren, mussten festgenommen und zur Inspektion gebracht werden. Beide waren erheblich alkoholisiert und mussten den Rest der Nacht in der Ausnüchterungszelle verbringen.

Ebenfalls gegen 1 Uhr geriet in der Altstadt ein 26-jähriger Mann aus Dachau so in Streit mit seiner Freundin, dass er vor Wut eine Fensterscheibe mit der Hand einschlug und sich dabei unglücklicherweise die Pulsadern aufschnitt. Der erheblich alkoholisierte Mann musste sofort ins Klinikum Dachau gebracht werden.

Um 1.30 Uhr meldete sich ein 24-jähriger Mann aus Karlsfeld bei der Polizei. Er berichtete, er habe ebenfalls vor dem Restaurant Pheas von einem unbekannten Mann einen Faustschlag ins Gesicht bekommen. Dabei erlitt er einen Nasenbeinbruch.

Gegen 2.50 Uhr beschädigte ein Unbekannter auf seinem Weg vom Volksfest Richtung Bahnhof in der Frühlingsstraße geparkte Autos. Er trat mit dem Fuß gegen mehrere Fahrzeuge, von denen zumindest eines deutlich beschädigt wurde.

Zu einer tätlichen Auseinandersetzung kam es kurz nach 3 Uhr in der Bar „Rauchfang“ in der Mittermayer Straße. Der Türsteher wollte eine 26-jährige Frau wegen ihres aggressiven Verhaltens aus der Bar verweisen. Die junge Frau, die knapp zwei Promille Alkohol im Blut hatte, war damit nicht einverstanden und begann, auf den Türsteher einzuschlagen. (AN)

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