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Erntedank

08.10.2019

Chor der Singrunde regt zum Danken statt zum Jammern an

Der Chor der Singrunde unter der Leitung von Ursula Haggenmüller bereicherte mit Lob- und Dankesgesängen das Erntedankfest in Todtenweis.
Bild: Sofia Brandmayr

Beim Konzert in Todtenweis werden sogar die Zuhörer zum Chor. Eine Raupe vermittelt die Liebe zur Natur

In der römisch-katholischen Kirche ist das Erntedankfest seit dem 3. Jahrhundert belegt. Mit diesem Fest wollen die Menschen ihren Dank an Gott zeigen, dass die Erde fruchtbar gewesen ist. Der Chor der Singrunde unter der Leitung von Ursula Haggenmüller gelang es, mit ihren Lob- und Dankesgesängen dieses Erntedankfest in Todtenweis zu bereichern.

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Gleich mit dem Kanon „Die Herrlichkeit des Herrn“ wurden die Zuhörer mit eingeschlossen. Es folgten die Sätze „Nun danket alle Gott“ und „Ich danke meinem Gott“ stimmschön interpretiert vom gemischten Chor. Danken statt jammern, danken für die Erntegaben des Jahres, für alles Schönes im eigenen Leben nach Kirchenrätin Birgit Sels. Dankbarkeit muss gelernt und geübt werden, Worte von Dietrich Bonhoeffer. Mit dem Lied „Gott zu Ehren“ schloss sich der Frauenchor selbstbewusst und doch sensibel an. Ausdrucksstark und emotional kam das „Groß ist der Herr“ zu Gehör, dann wieder das „Heilig“ aus der Schubertmesse zurückhaltend und mit flexibler Dynamik. Die kleine Raupe Nimmersatt wurde 50, ihr Schöpfer Eric Carl 90, seine Liebe zur Natur vermittelte ihm sein Vater durch die vielen Wanderungen, so Ursula Haggenmüller.

Keine Sekunde Langeweile, eine ansteckende Begeisterung im Kirchenraum bei dem Lied „Erde singe“, die Zuhörer wurden zum Chor. Kurze, stets wiederholte Gesänge prägen sich ein, wie das „Confitemini Domino“ Dankt dem Herr, denn er ist gut, aus Taizé, fließend weich gesungen. Der Frauenchor übernahm wieder das Programm und erfreute mit dem Jubellied „Ich kann nicht schweigen“. Heinrich Schütz vertonte 1657 den Psalm „Aller Augen warten auf dich Herre“, ein Wechselgesang mit Psalmversen, vom Chor und Vorsängern schnörkellos und textverständlich zu Gehör gebracht.

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Das „Vaterunser“ ist das bekannteste Gebet, das Jesus selbst überliefert hat, es verbindet weltweit Christenheit und ist in allen Sprachen übersetzt. Mit einer klaren Schlichtheit trug der Chor dieses Gebet vor. „Zu den Verlorenen gehen, zu den Einfachen“ lauteten die nächsten Psalmverse, darauf überzeugte der Chor mit dem Satz „ Gott sendet seine Boten“. Mit „Schalom, Schalom, der Herr segne uns“, Text und Melodie von Gerhard Schnitter und dem Kanon „Gottes Kraft geht alle Wege mit“ verabschiedete sich der Chor mit einem nachdenklichen, meditativen und beeindruckendem Konzert.

Die Zuhörer rundeten mit dem „Laudate omnes gentes“ und dem Kanon „Lobet und preiset“ mit Begeisterung und viel Applaus das Programm ab.

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