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Gemeinderat

26.02.2015

DSL-Ausbau: Aindling wartet auf Angebote

Gremium legt in nicht öffentlicher Sitzung Kriterien für Auswahlverfahren fest. Abgabedatum ist der 5. Juni. Projekt wird wohl rund eine Million Euro kosten. Hohe Förderung

Im Kernort der Marktgemeinde Aindling gibt es kaum Probleme bei der DSL-Versorgung, in den Ortsteilen aber sehr wohl. Deshalb versprach Bürgermeister Tomas Zinnecker bei den Bürgerversammlungen im Januar einen raschen Internet-Ausbau. In nicht-öffentlicher Sitzung legte der Gemeinderat jetzt die Kriterien für das Auswahlverfahren fest.

Ziel ist es, möglichst viele Angebote von unterschiedlichen Anbieten zu bekommen, erklärte Walter Krenz auf Anfrage unserer Zeitung. Der Leiter der Verwaltung in Aindling stellte dem Gremium am Dienstagabend den Auswahltext vor. Die Angebote müssen bis spätestens 5. Juni abgegeben werden. Ende des Jahres sollten dann die Verträge unterschrieben werden und spätestens Ende 2016 sollen alle Gemeindegebiete mit schnellem Internet versorgt sein. Die Untergrenze für die Übertragungsrate liegt laut Krenz bei mindestens 30 Mbit pro Sekunde im Download. Viele Anschlüsse werden aber deutlich bessere Übertragungsraten haben, verspricht der Verwaltungschef.

Die Marktgemeinde kann beim Breitbandausbau mit einem sehr hohen Fördersatz von 80 Prozent rechnen, wobei der Förderhöchstbetrag bei 730000 Euro liegt. Wenn die Gemeinde selbst „nur“ die restlichen 20 Prozent drauflegen will, sollte das Projekt nicht mehr als 962500 Euro kosten. Krenz vermutet, dass dies knapp werden könnte. Eine richtige Kostenschätzung gebe es jedoch derzeit nicht, da diese ja erst von den interessierten Unternehmen abgegeben würden.

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Bei der angestrebten Technik in den Ortsteilen setzt die Gemeinde auf VDSL. Dabei werden die Kabelverzweiger mit Glasfaserkabel ertüchtigt. Eine Ausnahme stellt der Ortsteil Weichenberg dar. Aufgrund der wenigen Anschlüsse sollen hier die Glasfaserkabel direkt in die Häuser verlegt werden. Keinen Ausbau wird es dagegen in Neßlach geben, da dies nicht wirtschaftlich sei. Jeder Bürger dort könnte aber über eine Hybrid-Box schon jetzt schnelles Internet erhalten, berichtet Krenz.

Für das Auswahlverfahren wird das Gemeindegebiet in drei Lose unterteilt, für die sich die Anbieter einzeln bewerben können. In Los 1 befindet sich der Hauptort mit sechs Erschließungsgebieten. Insbesondere beim Marktanger und den Neubaugebieten der 90er Jahre bis heute gebe es Verbesserungsbedarf. Los 2 beinhaltet die südlichen und südöstlichen Bereiche des Gemeindegebiets und in Los 3 befinden sich drei Erschließungsgebiete im nördlichen Bereich. Insgesamt gibt es 13 Erschließungsgebiete. Aufgrund des einstimmig beschlossenen Auswahlverfahrens ist es laut Krenz durchaus möglich, dass am Ende drei verschiedene Anbieter zu Zug kommen könnten. (ull)

Das ganze Auswahlverfahren gibt es demnächst unter

www.aindling.de

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