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Adelzhausen

04.05.2018

Das sind Pläne für die Kindertagesstätte

An die Westseite der Turnhalle soll ein An- oder Neubau mit zwei Gruppenräumen als Entlastung für den vollen Kindergarten kommen. Ein zusätzlich geplanter Raum könnte von der Mittagsbetreuung genutzt werden. Die Adelzhauser Gemeinderäte machten sich vor Ort ein Bild.
Bild: Gerlinde Drexler

Fürs neue Kindergartenjahr sind schon alle Plätze belegt. Die Container sollen weg und ein An- oder Neubau die Kindertagesstätte entlasten.

So schnell wie möglich will die Gemeinde Adelzhausen etwas auf die Beine stellen, damit der Container für die Kindertagesstätte nicht mehr gebraucht wird. Auch für das neue Kindergartenjahr seien schon alle Plätze belegt, berichtete Bürgermeister Lorenz Braun bei der Sitzung am Mittwochabend. Etwas Entlastung würde der geplante Waldkindergarten bringen. Eine dauerhafte Lösung wäre das aber auch nicht. Der Gemeinderat sprach sich deshalb für einen An- oder Neubau mit drei Räumen an der Westseite der Turnhalle aus und will sich dazu verschiedene Entwürfe ausarbeiten lassen.

Das Thema Raumnot beschäftigt das Gremium schon länger. Denn nicht nur der Kindergarten platzt aus allen Nähten, auch in der Schule ist es eng. Der geplante Bau an der Westseite ist zwar in erster Linie gedacht, um Raum für zwei Gruppen des Kindergartens oder der Krippe zu haben. In einen dritten Raum, den Bürgermeister Lorenz als Puffer einplant, könnte die Mittagsbetreuung ziehen. Damit wäre an der Schule, wo die Mittagsbetreuung derzeit auf rund 140 Quadratmetern Fläche untergebracht ist, zumindest fürs Erste etwas Platz gewonnen. Dem Bürgermeister ist aber klar: „Wir werden uns schon noch Gedanken machen müssen, wie wir die Schule optimieren können.“ Bei einer Sitzung des Schulverbandes im Frühjahr hatte er erfahren, dass auch Platz für einen Schulpsychologen benötigt wird. Und noch etwas steht an: „Die Barrierefreiheit wird auf alle Fälle mal ein Thema sein“, sagte Braun. Wann die Gemeinde die Optimierung der Schule angeht, hängt laut dem Bürgermeister auch von den Fördermöglichkeiten ab.

Übergangslösung: Die Container sollen jetzt weg

Vorantreiben will der Gemeinderat einen Ausweg für das Platzproblem im Kindergarten. Als Übergangslösung steht dort seit gut einem Jahr ein Container. Diese Situation möchte Bürgermeister Braun so schnell wie möglich ändern. Sein Ziel: „Die Kinder im übernächsten Jahr aus dem Container rauszubringen.“

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In der Sitzung im März hatte das Architekturbüro Grünwald dem Gemeinderat bereits verschiedene Möglichkeiten vorgestellt. Eine sah einen Neubau westlich der Turnhalle mit Erweiterungsmöglichkeiten für ein bis zwei Gruppen im Dachgeschoss nach dem Vorbild der Nachbargemeinde Sielenbach vor. Die geschätzten Kosten dafür lagen bei rund 1,5 Millionen Euro. Vorausgesetzt, dass das Gebäude bis 2021 fertiggestellt ist, gibt es vom Staat 85 Prozent Zuschuss. Der Gemeinderat möchte sich auch noch von anderen Architekturbüros Entwürfe und Kostenschätzungen ausarbeiten lassen. Der Komplex soll Platz für zwei Gruppen sowie einen „Pufferraum“ haben oder erweiterungsfähig sein. In der nächsten Sitzung hofft Bürgermeister Braun die Entwürfe vorstellen zu können.

Zuversichtlich ist er, dass es mit dem Waldkindergarten schnell vorangehen wird, sobald eine Betriebserlaubnis vorliegt. Optimaler Standort wäre eine Lichtung im Sackwald bei Burgadelzhausen, sagte der Bürgermeister. Sein Eurasburger Kollege, auf dessen Gemeindegebiet die Fläche liegt, wolle gemeinsam mit Adelzhausen den Waldkindergarten aufziehen, teilte Braun dem Gemeinderat mit. Bei einem Gespräch mit den Förstern hätten die ihm ihre volle Unterstützung zugesichert.

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