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Rehling

14.02.2020

Der erste von zwei Tetrafunkmasten bei Rehling steht

Der Betonmast wurde im Lechfeld nahe dem Rehlinger Ortsteil Kagering direkt am Eingang zu den Lechauen aufgestellt.
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Der Betonmast wurde im Lechfeld nahe dem Rehlinger Ortsteil Kagering direkt am Eingang zu den Lechauen aufgestellt.
Bild: Josef Abt

Plus Bei Rehling werden zwei Funkmasten für den digitalen Behördenfunk errichtet. Der 45 Meter hohe Betonmast bei Kagering steht. Auch in Gamling tut sich etwas.

Der geplante Bau eines Behördenfunkmasts hatte in Rehling für viel Wirbel gesorgt. Erst nach Bürgerprotesten, massiven Einwänden einer Bürgerinitiative, Besprechungen mit Politikern und Aktionen wurde eine alternative Lösung gefunden werden. Die Behörden einigten sich auf eine Lösung mit zwei Masten weiter weg von der Wohnbebauung in Rehling.Als Standorte wurden das Lechfeld nordwestlich von Kagering und der Wald nördlich von Gamling ausgemacht. Hier ist nach Ansicht der Experten ein störungsfreier Betrieb möglich. Nun wird gebaut. Wie ist der Stand? Und wie geht es weiter?

Masten soll Funklöcher im Gemeindegebiet Rehling schließen

Das einheitliche und leistungsstarke Funknetz für alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben in Deutschland soll die Funklöcher im Gemeindegebietbis zu angrenzenden Gemeinden schließen oder zumindest wesentlich verkleinern, damit im Ernstfall eine schnelle Alarmierung möglich ist.

Auf den beiden Baustellen laufen seit längerem die Arbeiten.Seit dieser Woche ragt im Lechfeld nordwestlich von Kagering ein 45 Meter hoher Funkmast in die Höhe. Der Mast aus Schleuderbeton wurde am Mittwoch und Donnerstag mit einem Autokran aufgestellt, nachdem sich der Orkan gelegt hatte.

Der Betonmast wurde im Lechfeld nahe dem Rehlinger Ortsteil Kagering direkt am Eingang zu den Lechauen aufgestellt. Millimeterarbeit von Monteuren und Kranfahrer war gefordert, um die schweren Kolosse aufeinander zu setzen.
Bild: Josef Abt

Drei Spezialfahrzeuge hatten die jeweils 15 Meter langen Masten angeliefert. Eine Fachfirma montierte sie innerhalb von zwei Tagen. Millimeterarbeit und viel Feingefühl waren nötig, um die massiven Betonteile genau zusammenzufügen. Für die Monteure war die Arbeit in 45 Metern Höhe, wo auch die großen Antennengabeln montiert wurden, anspruchsvoll.

Wie der weitere zeitliche Ablauf aussieht

Stefan Klein vom Bayerischen Landeskriminalamt (Autorisierte Stelle Bayern) gab Auskunft über den weiteren zeitlichen Ablauf auf den Baustellen. Während im Lechfeld der Mast schon steht, wird der zweite Mast bei Gamling erst Mitte März vollständig aufgebaut. Hier handelt es sich, anders als im Lechfeld, um einen Stahlgittermast. Seit Wochen ist bereits das montierte Unterteil zu sehen. Die Wahl fiel auf diese Konstruktion, da sie sich besser in das Gesamtbild einfüge – stehen doch in unmittelbarer Nähe bereits die mächtigen 380-kV-Strommasten mit der gleichen Optik. Der neue Mast wird in der gleichen Farbe wie die bestehenden Masten lackiert.

Zudem wäre an dem erhöhten Standort im Wald die Zufahrt für die schweren Betonmastteile und den Autokran schwer möglich gewesen. Ein Gittermast, der aus kleinen Einzelteilen zusammengebaut wird, braucht wesentlich mehr Standfläche. Das war im Bereich der Lechau ein Grund für die Betonmastlösung, um den Umgriff für die Fundamente möglichst klein zu halten: So können Gehölze und Bodendenkmäler besser geschont werden. Die Montage des Masts bei Gamling erfolgt wohl ab Mitte März. Die Baufertigstellung ist für Ende April geplant.

An der Baustelle in Gamling wird ein Stahlgittermast errichtet - kein Betonmast, wie bei Kagering. Der Stahlgittermast passt nach Ansicht der Fachleute optisch besser zu den nahen Strommasten. Das Unterteil des Masts steht bereits, die Fertigmontage erfolgt voraussichtlich Mitte bis Ende März.
Bild: Josef Abt

Montage der Antennen auf den Masten ist bis Juni geplant

Für beide Masten ist bis Juni die Montage der Sende- und Empfangsantennen vorgesehen, einschließlich der Installation der gesamten Technik. Dazu gehört das Aufstellen der Schaltanlagen, der sogenannten „Systemtechnikcontainer“ am Boden neben den Masten. Sie werden auf Wunsch der Naturschutzbehörde an beiden Standorten mit Holz verkleidet. Die Netzintegration ist für September geplant, anschließend folgt die Verifikationsmessung. Die Nutzung für den Behördenfunk vor Ort ist voraussichtlich im November möglich.

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