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Pöttmes-Echsheim

18.07.2010

Echsheim zeigt sich drei Tage von seiner schönsten Seite

Das volle Festzelt bescherte den Helfern der Freiwilligen Feuerwehr Echsheim eine Menge Arbeit. Weit über 1000 Gäste mussten auf die Schnelle versorgt werden.
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Das volle Festzelt bescherte den Helfern der Freiwilligen Feuerwehr Echsheim eine Menge Arbeit. Weit über 1000 Gäste mussten auf die Schnelle versorgt werden.

Drei Tage feierte der Pöttmes-Echsheim das 125-jährige Bestehen seiner Feuerwehr. Dabei zeigte sich der kleine Ort von seiner schönsten Seite. Von Johann Eibl

Pöttmes-Echsheim. Dieses Wochenende wird in der Geschichte Echsheims einen Ehrenplatz einnehmen. Drei Tage feierte der Ort das 125-jährige Bestehen seiner Feuerwehr. Dabei zeigte sich der kleine Ort am westlichen Rand des Landkreises von seiner schönsten Seite.

Das lag nicht nur an den vielen Fahnen und Fähnchen, sondern an der Art, wie sich die Leute für das aufwendige Fest engagierten. Am Badanger wurde ein Zelt aufgestellt, das 1600 Besuchern Platz bot. Die Ehrengäste (unter ihnen auch CSU-MdB Ulrich Lange), die dem Jubelverein gratulierten, kamen mit Geschenken und viel, viel Lob.

Den Anfang machte Landrat Christian Knauer. Er würdigte die intakte Ortsgemeinschaft: "Die Echsheimer haben etwas fertig gebracht, was man in anderen Gemeinden kaum sieht. Sie hatten nicht mal zehn Vorsitzende und zehn Kommandanten in den 125 Jahren." Baron Franz Groß von Trockau, der Schirmherr, würdigte die Verdienste der Festdamen: "Da sind viele dabei, die nicht länger als zwei Stunden in der Nacht geschlafen haben und schon wieder in voller Schönheit dabei sind." Er lobte den "unheimlichen Zusammenhalt": "In Echsheim stimmt der Kompass noch."

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Pöttmes' Bürgermeister, Franz Schindele, sagte: "Die Gründungmitglieder würden sich freuen, wenn sie sehen könnten, wie die Feuerwehr ihre Aufgaben bewältigt hat." Den Floriansjüngern rief er zu: "Sie fördern den Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft." Er erinnerte daran, dass rechtzeitig die Straßenarbeiten abgeschlossen wurden.

Kurz fasste sich Kreisbrandrat Gerhard Orteld: "Die Echsheimer haben es immer verstanden, in Kameradschaft und Tradition ihren Aufgaben in 125 Jahren gerecht zu werden." Der Patenverein aus Wiesenbach war mit einem imposanten Aufgebot, am Samstag fast 100 Personen, vertreten. "Wir haben nicht lange überlegen müssen", sagte die Vorsitzende, Ingrid Stegmair, zur Übernahme der Patenschaft.

Am Sonntag herrschte bereits vormittags Hochbetrieb. Um 10 Uhr begann der Festgottesdienst mit der Schubertmesse. Ortspfarrer Klemens Kiser machte den Gläubigen klar: "Die Krüge müssen vom Tisch verschwinden, sonst kann der Gottesdienst nicht beginnen. Alles hat seine Zeit." Auf dem Podium war der Altar aufgebaut worden.

In seiner aussagekräftigen Predigt konzentrierte sich der Geistliche auf den heiligen Florian, Patron der Feuerwehrleute, der vor rund 1700 Jahren als römischer Offizier den Märtyrertod gestorben war: "Er hat ein Beispiel für den Glauben gegeben. So sollte auch jeder Feuerwehrmann die Gefahr nicht scheuen, wenn es gilt, Leib und Leben des Nächsten zu schützen." Am Ende der Messe segnete der Pfarrer die Fahne der Echsheimer Wehr und die Fahnenbänder. Zum Totengedenken ertönten drei Böllerschüsse.

Spätestens um 14 Uhr war am Sonntag die Mittagsruhe in Echsheim beendet. Es begann der Festzug. 68 Vereine, darunter sechs Musikkapellen, schlängelten sich durchs Dorf und erhielten viel Beifall. Mit dabei war ein über 40 Jahre alter Schlepper Marke Kramer, der hinter sich eine Feuerwehrspritze von 1902 herzog. Das gute Stück wurde 1945 außer Betrieb genommen. Auf ihm nahmen in der ersten Reihe die Ehrenkommandanten, Anton Seyfried und Max Mayrhofer, Platz. Nicht nur für die Wehren aus der näheren Umgebung war es Ehrensache, Echsheim zu besuchen. Das galt etwa für Pöttmes, Reicherstein (Ehrenverein), Baar, Osterzhausen, Ebenried, Walda, Weidorf, Schorn, Gundelsdorf sowie Schnellmannskreuth - dort hatte man kürzlich denselben Anlass gefeiert. Von Johann Eibl

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