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Einkaufsstadt Aichach: Online-Schaufenster ist richtig

Kommentar Von Carmen Jung
24.11.2018

Die Stadt will eine Plattform einrichten, um gegen die Konkurrenz der Internetriesen zu bestehen. Eine notwendige Maßnahme.

Nehmen wir den Fernseher. Wer ein solches Gerät kaufen möchte, will gut informiert sein. Da gibt’s natürlich den Kunden, der sich ausführlich beim Elektrohändler der Stadt beraten lässt – um das Wunschgerät dann Zuhause im Internet zu bestellen. Klar rauft sich der Einzelhändler da die Haare.

Da gibt’s aber auch den Kunden, der sich ausführlich im Netz informiert – und dann das Gerät seiner Wahl im Laden vor Ort kauft. Denn ihm ist der Service wichtig, den er dort erhält, wenn mal etwas nicht mehr funktionieren sollte. Das Internet ist also keine Einbahnstraße und beileibe nicht der Tod des Einzelhandels.

Doch wer erst gar nicht drin ist im Netz, der guckt in die Röhre – nicht nur beim Fernseher. Eine eigene Homepage leistet sich nicht jeder Händler. Das ist auch in Aichach so. Gerade kleine Läden sind mit einem Internet-Auftritt überfordert. Deshalb ist die Idee der Stadt gut, ihr geballtes Wirtschaftsleben auf einer Online-Seite zu präsentieren.

Wer Aichach nicht so gut kennt, weil er neu zugezogen ist, will wissen, wo er Klamotten kaufen kann oder Bio-Gemüse bekommt. Wer ins Eigenheim zieht, muss die Adresse des nächsten Klempners finden können. Alles auf einen Blick unter einem Dach – hilfreich wäre das für jeden. Warum also das Netz nicht nutzen? Voraussetzung ist aber, dass alle mitmachen. Nur mit einem Anspruch auf Vollständigkeit macht ein Online-Schaufenster für Aichach Sinn.

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