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Bürgerversammlung

24.04.2015

Ende einer unendlichen Geschichte

Die unendliche Geschichte steht kurz vor dem Abschluss: Der Ausbau des Bahnübergangs an der Stefanstraße in Obergriesbach ließ lange auf sich warten.
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Die unendliche Geschichte steht kurz vor dem Abschluss: Der Ausbau des Bahnübergangs an der Stefanstraße in Obergriesbach ließ lange auf sich warten.

Ausbau des Bahnübergangs in der Verlängerung der Stefanstraße steht in Obergriesbach kurz vor dem Abschluss. Auch anderswo gibt es nach langem Warten eine Lösung

Die Geschichte hat sich lange hingezogen. Jetzt steht sie kurz vor dem Abschluss. Bürgermeister Josef Schwegler informierte am Mittwochabend in der Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle in Obergriesbach über den Stand der Dinge beim Bahnübergang in der Verlängerung der Stefanstraße.

Am 2. Oktober 2014 erfolgte beim Ausbau der Spatenstich, kurz vor Weihnachten wurde der Asphalt aufgebracht und im März begannen die Arbeiten für die Ausgleichsmaßnahmen. Für den kommenden Mittwoch ist die Abnahme des Bahnübergangs vorgesehen. Schwegler: „Dann ist eine unendliche Geschichte endlich zu Ende.“

So ähnlich wird der Bürgermeister möglicherweise im nächsten Jahr auch über die schnelle Anbindung an die Datenautobahn reden. Bei diesem Thema ist ebenfalls viel, viel Geduld erforderlich. Um den Obergriesbacher Ortsteil Zahling mit akzeptablen Übertragungsraten beim Internet zu versorgen, hatte sich der Gemeinderat vor vier Jahren dazu entschlossen, die Firma mvox einzuschalten.

Die ist inzwischen insolvent. Entsprechend schwierig gestalteten sich die Bemühungen, eine passende Ersatzlösung zu finden. Nun kündigte Schwegler an: „Eine Gesamtlösung für Obergriesbach und Zahling wird es geben.“ Mitte dieses Jahres erwartet er den Förderbescheid von der Bayerischen Staatsregierung. Danach habe die Deutsche Telekom zwölf Monate Zeit, um die Arbeiten auszuführen.

an Kinder- und Bürgerhaus In der nächsten Sitzung des Gemeinderats am kommenden Dienstag wird voraussichtlich darüber gesprochen, wie das Kinderhaus aussehen könnte, das auf dem bisherigen Kinderspielplatz errichtet werden soll. Dann wird über die Entwürfe des Planers beraten. Beim Bürgerhaus in Zahling wurden verschiedene Arbeiten bereits erledigt. Ebenfalls am Dienstag ist geplant, dass der Gemeinderat über die Sanierung der Toiletten spricht. Später soll der Eingangsbereich umgestaltet werden.

So wenige Bauanträge wie seit 40 Jahren nicht mehr

Bei den Bauanträgen erlebte Obergriesbach im vergangenen Jahr einen Tiefpunkt. Lediglich zehn Mal musste sich der Gemeinderat damit befassen, nur in vier Fällen ging es um neue Häuser. Schwegler hat zurückgeblättert bis ins Jahr 1972 und nie ein ähnlich geringes Interesse feststellen können. In Obergriesbach verfügt die Kommune noch über zwei Bauplätze.

Im Alten Sportheim in Obergriesbach werden in einigen Monaten knapp 20 Asylbewerber untergebracht. Zuvor sind noch einige Arbeiten zu erledigen. Bürgermeister Schwegler ging auf Einwände von Bürgern ein: „Die Bedenken wurden mit den Anwohnern besprochen und beseitigt.“ Es ist ein Lattenzaun um das Gebäude mit einer Höhe von 1,10 Metern geplant. Über zehn Leute haben ihr Interesse bekundet, sich in einem Asylkreis zu engagieren.

Auch in Obergriesbach ist man nicht gut auf den Biber zu sprechen. Schützenswerte Bäume wurden eingezäunt. Bürgermeister Schwegler warf die Frage auf: „Wie viele Biber kann der Landkreis ertragen?“

Erfreulicher sieht’s in der Kommune finanziell aus. Das Guthaben beträgt aktuell über drei Millionen Euro (siehe Infokasten). Allerdings stehen in den nächsten Jahren kostspielige Vorhaben zur Debatte.

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