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Projekt

23.09.2013

Fast wie bei der richtigen Wahl

Testlauf für die Bundestagswahl: Aichacher Gymnasiasten nehmen an der Juniorwahl teil.
Bild: Michael Lang/Gymnasium Aichach

Schüler des Aichacher Gymnasiums simulieren eine Abstimmung über den Bundestag. Und sind damit Teil einer repräsentativen Umfrage in ganz Deutschland.

Viele Jugendliche wollen auf der einen Seite gerne bei den Wahlen mitbestimmen, können auf der anderen Seite aber oft nicht viel mit der Politik anfangen. Um ihr Interesse daran und an der Demokratie zu fördern, hat Michael Lang mit seinen Schülern des Aichacher Deutschherren-Gymnasiums an der Juniorwahl teilgenommen.

Bei diesem deutschlandweiten Projekt eines gemeinnützigen Vereins, für das Bundestagspräsident Norbert Lammert die Schirmherrschaft übernommen hat, wurde die Bundestagswahl simuliert. Die 47 Jugendlichen aus zwei Sozialkunde-Oberstufenkursen, 46 davon durften gestern noch nicht bei der „richtigen“ Wahl abstimmen, waren erstaunt über den großen Aufwand. Der sollte eine freie und geheime Abstimmung gewährleisten. Jeder Schüler erhielt eine Wahlbenachrichtigung, musste sich bei den Wahlhelfern ausweisen, erhielt dann erst den Stimmzettel und konnte anschließend in einer eigens aufgebauten Wahlkabine ungesehen seine Kreuzchen machen.

An der Juniorwahl hat das Deutschherren-Gymnasium zum ersten Mal teilgenommen (wir berichteten). Auch drei weitere Schulen im Wahlkreis Augsburg-Land und insgesamt knapp eine halbe Million Schüler an über 2000 Schulen in ganz Deutschland waren beim Projekt dabei, erklärte Lang. „Damit wäre das Ergebnis dann repräsentativ“, sagte der Sozialkundelehrer im Gespräch mit den AN. Er hatte die Jugendlichen auf die Wahl vorbereitet, soweit das möglich war, denn die Schule hat ja gerade erst wieder angefangen. Doch vor den Ferien ließ er seine Schüler Referate über die Parteien halten, besprach das Wahlsystem mit ihnen und probierte auch den Wahl-O-Mat aus, bei dem im Internet die Thesen der einzelnen Parteien mit den eigenen Ansichten verglichen werden.

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Lang würde das Projekt gerne zur festen Institution am Gymnasium machen und wird es bald seinen Kollegen vorstellen. Auch plant er, die Abstimmung bei den nächsten Wahlen noch realistischer zu gestalten, beispielsweise mit anderen Stimmzetteln und einem Gang zur Urne. Das verwendete Programm, mit dem die Schüler am Computer ihre Stimmen abgaben, ist aber schon sehr realitätsnah: Es wird in anderen Ländern für richtige Wahlen verwendet. Dem Lehrer und den Jugendlichen hat das Projekt jedenfalls Spaß gemacht, sie haben sich auch abseits des Unterrichts darüber unterhalten.

Gestern wollten sie im Internet verfolgen, wie die Ergebnisse veröffentlicht werden. Bis Redaktionsschluss dieser Seite war die Internetseite wohl wegen des großen Ansturms nicht erreichbar. (AN/cki)

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