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Ausstellung

02.03.2019

Filigrane Abbildungen und Installationen des Körpers

Filigrane, feingliedrige Zeichnungen mit zarten erotischen Motiven finden sich in der Ausstellung der Malerin und Schauspielerin Anna Ottmann.
Bild: Manfred Zeiselmair

Im Aichacher Köglturm präsentiert der Kunstverein Werke von Anna Ottmann. An diesem Sonntag wird die Schau eröffnet

Mit der Ausstellung „beflügelter stift, beschriebene blätter – objekt(ive) wortspiele“ eröffnet die Malerin und Schauspielerin Anna Ottmann dieses Jahr die Veranstaltungsreihe „Wechselspiel – Spielwechsel“. In ihrem Rahmen präsentiert der Kunstverein Aichach Positionen zeitgenössischer Kunst.

Auf den drei Stockwerken des Köglturms erwartet den Besucher laut Pressemitteilung eine installative Umgebung, in der die Künstlerin Wortspiele und Redewendungen in Objekte, Bilder und bemalte Druckfahnen umsetzt: „Die Arbeiten sind von einer starken Präsenz des Genussvoll-Körperlichen durchzogen – sowohl durch die Wahl der Themen und Motive als auch durch die expressive Malweise.“ Sie ermöglichten einen sehr freien Zugang.

In der Tat finden sich in den feingliedrigen Zeichnungen, die den Besucher durch das Treppenhaus in die oberen Turmräume geleiten, vielfach zarte, erotische Motive. Diese „AKTiven chiffren“ werden oft erst auf den zweiten Blick deutlich. Die filigranen Installationen und Abbildungen des menschlichen Körpers ziehen sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung.

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Häufig legt die Künstlerin Schleier über ihre Bilder, indem sie Gegenständliches verwischt. Gefühle spielen eine große Rolle in der Ausstellung von Ottmann. „Ich zeichne, was mich berührt“, sagt sie „Und hoffe, dass diese Gefühle auch beim Betrachter ankommen.“

Bei ihren Bildern legt die Künstlerin großen Wert auf das Material. Passend zu ihren unaufdringlichen Zeichnungen benutzt sie als Grundlage transparentes Papier. Oder Buchdruckpapier, das sie als „beschriebene Blätter“ mit feinen Kreide- und Grafitstrichen übermalt, wobei die Abbildungen mit den Textpassagen zu korrespondieren scheinen. Ihre Installationen im Treppenhaus und den Turmräumen – zum Beispiel „verpacktes Selbst in der Dose“ – inspirieren zum „Bitte schütteln“ oder „Umblättern“.

Die Ausstellung wird am Samstag, 2. März, um 15 Uhr eröffnet. Ottmann trägt dabei Gedichte von Ernst Jandl vor. Susanne Niemann gibt eine Einführung in die Ausstellung.

Geöffnet ist die Ausstellung bis 24. März samstags, sonntags und feiertags von 14 bis 18 Uhr sowie auf Anfrage. Der Eintritt ist frei. Zum Künstlergespräch lädt der Kunst- verein am 23. März um 15 Uhr.

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