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Aktion

22.11.2019

Grundschüler pflanzen Bäume im Pöttmeser Gemeindewald

Die Schüler der Pöttmeser Grundschule pflanzen im Gemeindewald Bäume. Förster erklären den Kindern, was es dabei zu beachten gilt.
Foto: Anna Breumair

Förster erklären den Drittklässlern, wie der Wald der Zukunft aussehen soll und worauf es beim Pflanzen ankommt

Die Schüler der Grund- und Mittelschule Pöttmes machten sich vor Kurzem zum Bäumepflanzen in ein Waldstück der Pöttmeser Gemeinde auf. Vor Ort warteten die Förster Xaver Stadler, Andreas Rothammer und Bernhard Draxler auf die Kinder der 3b. Nachdem jedem der drei Förster eine Gruppe von Kindern zugeteilt wurde, suchten sich die Schüler einen Baum aus, den sie später einpflanzen wollten.

Zu Beginn gingen die Förster auf die Folgen des Klimawandels für heimische Baumarten ein. „In 200 Jahren wird es in Deutschland keine Fichten mehr geben. Für deren Wachstum ist es dann einfach zu trocken“, erklärte Draxler den Schülern. Deshalb pflanzten die Kinder Baumarten, die trockenen Bedingungen standhalten und widerstandsfähiger sind. Beispielsweise sind der Bergahorn, die Flatter-ulme und die Vogelkirsche an Trockenheit besser angepasst. Vor allem der Bergahorn wächst schneller als andere Arten und kommt mit harten Bedingungen zurecht.

Bevor die Bäume gepflanzt wurden, mussten die Kinder mit Schaufeln Löcher graben. Auch hier gab es einiges zu beachten. Der Pflanzabstand zwischen den Bäumen muss eineinhalb Meter betragen und das Loch tief genug sein, damit der Baum gut anwurzelt. Trotz der Kälte hielten die Schüler tapfer durch und strengten sich an. Nach einer Stunde hatte jeder seinen eigenen Baum gepflanzt.

Doch die Bäume mussten noch vor Fressfeinden geschützt werden. Xaver Stadler erklärte den Kindern, warum ihr Baum jetzt mit einer Wuchshülle ummantelt wird. „Die Hülle schützt den Baum vor Fressfeinden, bildet eine kleine Wärmekammer und hält das Wasser innen zurück, sodass es verdunstet.“

Mit einem Hammer schlugen die Kinder Pfeiler aus Robinie, ein Holz, das besonders robust ist, in den Boden und stülpten ihre Wuchshülle über den Pfeiler.

Am Ende waren die Schüler stolz darauf, ihren eigenen Baum gepflanzt zu haben, und versprachen, beim Spazierengehen mal wieder vorbeizuschauen. Auch den Förstern gefiel die gemeinsame Aktion gut. Danach pflanzte die Klasse 3a gemeinsam mit den Lehrerinnen Oxana Schuster und Tina Harder ihre Bäume. Die Klasse 3c war einen Tag später an der Reihe. (abr)

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