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Hollenbach

01.09.2020

Hat der Wolf aus Hollenbach auch im Ostallgäu zugebissen?

Schön, aber auch gefürchtet: der Wolf. In Bayern wird er immer häufiger gesichtet.
Bild: Klaus-Dietmar Gabbert

Plus Ein Wolf, der Schafe in Igenhausen (Hollenbach) und im Bregenzerwald riss, hat sehr wahrscheinlich dazwischen auch noch im Ostallgäu zugebissen.

Er kommt aus dem Osten Deutschlands – vermutlich aus Brandenburg. Er hat bei einem „Zwischenstopp“ im Wittelsbacher Land in zwei Nächten am 25. und 26. Juli sieben Schafe in Igenhausen ( Hollenbach) gerissen und definitiv auch zwei Wochen später acht weitere Schafe im Bregenzerwald im Raum Großdorf-Schetteregg im Bundesland Vorarlberg. Ob der Wolfsrüde „GW1666m“ zwischen diesen Mahlzeiten auch Anfang August im südlichen Landkreis Ostallgäu zugebissen hat, lässt sich nicht mit absoluter Sicherheit bestätigen. Für das Landesamt für Umweltschutz (LfU) ist es aber „wahrscheinlich“, dass genau dieser Wolf dort drei weitere Schafe getötet hat.

Das ist die Spur des Wolfs aus Hollenbach

Die Qualität der Genprobe aus dem Speichel des Wolfes reiche für eine Individualisierung nicht aus, so das Landesamt in seiner Auflistung der Wolfsnachweise in Bayern. Die jüngsten Meldungen auf dem sogenannten Wolfsmonitoring stammen vom 18. August im Landkreis Eichstätt und vom 7. August im Landkreis Traunstein. Der Vorfall im Landkreis Ostallgäu ereignete sich am 3. August. Dort wurden drei tote und zwei verletzte Schafe aufgefunden. Nähere Informationen zur Fundstelle gab das LfU nicht bekannt. Recherchen unserer Redaktion legen aber den Schluss nahe, dass es sich beim Fundort um den Bereich zwischen Nesselwang ( Ostallgäu) und Wertach (Oberallgäu) handeln muss. Ein Mitarbeiter der Fachstelle „Große Beutegreifer“ im LfU dokumentierte den Wolfsriss vor Ort und nahm Proben für die Genanalyse.

Dass auch dort ein Wolf war, steht schon länger fest. Jetzt wurde noch auf die Detailanalyse gewartet, ob es sich um das gleiche Tier handelt, das in Igenhausen und im Bregenzerwald identifiziert wurde. Das lässt sich durch den DNA-Test nicht hundertprozentig nachweisen. Es liegt aber sehr nahe, weil die zeitlichen Abstände und Strecken zwischen den Orten, wo Schafe gerissen worden sind, dazu passen. Fachleute gehen davon aus, dass der Dauerläufer und Einzelgänger längst weiter gezogen ist und vielleicht auch schon den Alpenhauptkamm überschritten hat. Wölfe laufen im Schnitt täglich einen Marathon (also über 40 Kilometer) und können in einer Nacht auch deutlich mehr Strecke machen.

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