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Sitzung II

08.10.2015

Herbstmarkt soll nach Weichenberg

Beim Aindlinger Herbstmarkt bot sich in den vergangenen Jahren oft ein trauriges Bild. Während auf diesem Foto „lediglich“ die Besucher fehlten, blieben zuletzt auch die Händler gänzlich aus.

Veranstaltung findet im Aindlinger Ortskern kaum Zuspruch

Am 20. September war Herbstmarkt in Aindling. Gemerkt haben dies aber wohl die wenigsten. Nicht einmal das Landratsamt, das der Gemeinde jetzt geschrieben hat, sie habe gegen die „Durchführungspflicht“ des angemeldeten Marktes verstoßen. Dabei fand der Markt tatsächlich statt: Es kamen nur keine Händler und so verliefen sich auch in den wenigen geöffneten Geschäften kaum Kunden.

Ganz anders sah das Bild in der Baumschule Christoph im Aindlinger Ortsteil Weichenberg aus. Dort findet zum Herbstmarkt stets ein großes Programm, etwa mit Kinderaktionen und Kabarett, statt. Dieses sorgt meist für einen großen Besucherandrang. Aus diesem Grund hat der Aindlinger Gemeinderat jetzt beschlossen, dass der Herbstmarkt künftig ganz nach Weichenberg umziehen soll. Voraussetzung ist, dass dies rechtlich möglich ist und dass die Firma Christoph damit einverstanden ist. Denn: Sollte der Markt dort stattfinden, müssten in dem Ortsteil auch Flächen für auswärtige Händler bereitgestellt werden.

Gabriele Christoph, die das Gartencenter der Firma leitet, zeigte sich gegenüber unserer Zeitung sehr aufgeschlossen für diese Idee. Diese sei bereits im Vorjahr einmal kurz aufgekommen, dann aber nicht weiterverfolgt worden. Christoph betont: „Wir würden den Herbstmarkt schon gerne aufrechterhalten.“ So sahen es auch die meisten Gemeinderäte. Insbesondere Isidor Held (CSU/Freie Wählergemeinschaft) und Benjamin Schröter (Perspektive Aindling) machten sich für die Verlegung nach Weichenberg stark. Bürgermeister Tomas Zinnecker hatte zunächst vorgeschlagen, den Herbstmarkt ganz fallen zu lassen, da er nicht zu beleben sei. Er ließ sich aber schließlich von seinen Ratskollegen umstimmen.

Karl-Andreas Gamperl (Bürgerwille ’76) stimmte wie Michael Pollety (CSU/Freie Wählergemeinschaft) gegen den Abzug aus dem Aindlinger Ortskern. Gamperl gefiel es nicht, dass die Geschäfte im Zentrum an diesem Tag dann nicht mehr öffnen dürften. (ull)

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