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Rehling-Au

06.09.2016

Im selbst gebauten Gefährt den Auer Berg hinab

Yannik Stöckl aus dem Rehlinger Ortsteil Allmering mit seinem Gefährt Marke Eigenbau, das viele Bewunderer fand: Das Fahrzeug bestand aus alten Fahrrad-Reifen, das Lenkgetriebe stammte von einem Audi 80.
Bild: Josef Abt

Beim Seifenkistenrennen bekamen die vielen Zuschauer originelle Fahrzeuge zu sehen. Etwas anderes aber ließ zu wünschen übrig.

Rehling-Au In geliehenen, überwiegend selbst zusammengeschraubten Gefährten wagten sich die Teilnehmer des dritten Auer Seifenkistenrennens den Berg hinab. Hunderte Zuschauer am Streckenrand feuerten die Fahrer in ihren Seifenkisten tatkräftig an. Einige der Teilnehmer filmten ihre Abfahrt auf der serpentinenförmigen Strecke sogar mit Helmkameras, um sie für später festzuhalten.

Darunter der spätere Sieger Benedikt Bachmeir, der den Vorjahressieger Johannes Lindermeir vom Siegerpodest verdrängte. Der jüngste Teilnehmer, Luis Bienert aus Mühlhausen (Affing), war gerade mal acht Jahre jung. Mit gerade einmal acht Teilnehmern war die Resonanz auf das dritte Auer Seifenkistenrennens schwach. Im vergangenen Jahr waren noch doppelt so viele Seifenkistenkapitäne mitgefahren. Die ausrichtende Rehlinger Landjugend (KLJB) konnte über die Gründe für die geringe Teilnahme nur spekulieren.

Nur ein Teilnehmer in der Klasse Ü 18

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Von den acht Teilnehmern fuhren zudem sieben in der Klasse U18. Mit Michael Sturm war nur ein einziger Teilnehmer in der Kategorie Ü18, also über 18 Jahre, gemeldet. Damit war von Beginn an klar, dass er den Pokal bekommen würde. Wesentlich spannender war es in der Klasse U18, wo sich die Fahrer in beiden Durchgängen ein enges Rennen lieferten. Die bessere Zeit jedes Fahrers kam in die Wertung. Den Sieg sicherte sich Benedikt Bachmeir aus Oberach in 1:15 Minuten, ganz knapp vor David Happacher (1:28 Minuten), ebenfalls aus Oberach. Der Drittplatzierte, Yannik Stöckl (1:31 Minuten), kam aus Allmering. Rennleiter David Baur überreichte den beiden Erstplatzierten ihre Pokale.

Bei den Zuschauern war das Interesse riesengroß. Bei idealen äußeren Bedingungen strömten sie aus allen Richtungen zuerst zum Startplatz am Auer Berg und verteilten sich später entlang der Strecke. Vor allem an den scharfen Kurven, wo den Fahrern einiges an Geschicklichkeit abverlangt wurde, standen die Schaulustigen dicht gedrängt.

Zwei Zwischenprüfungen für die Fahrer

Die Rennteilnehmer mussten aber nicht nur ihr Gefährt ins Ziel steuern. An zwei Zwischenstationen warteten außerdem Zwischenprüfungen auf sie. Zuerst mussten die Fahrer aussteigen und ihr Gefährt dreimal umrunden. Später mussten sie einen Nagel mit einem Hammer in einen Holzklotz schlagen. Auch diese Zeiten wurden bewertet.

Die Stopps dienten dazu, das Tempo auf der Rennstrecke etwas abzubremsen. Die Seifenkisten erreichten rasante Geschwindigkeiten. Dennoch ging das gesamte Rennen unfallfrei über die Bühne.

Besonders die Konstruktion von Yannik Stöckl aus Allmering erhielt allseits Bewunderung. Er saß auf einem verschweißten, sehr tief gelegten Grundgestell mit vier Fahrradreifen, die er auf der Wertstoffsammelstelle ergattert hatte. Das Gestell verfügte über eine Fahrrad-Handbremse, die zum Fußbremspedal umgebaut worden war. Bemerkenswert war außerdem das original Lenkgetriebe eines Audi 80 mit einem alten Lenkrad mit Gestänge. Das Gefährt erhielt heuer eine neue Lackierung in der Originalfarbe der „John Deere“-Gefährte.

Nach dem Rennen trafen sich Teilnehmer und Zuschauer in der Maschinenhalle der Familie Jakob. Hier gab es Getränke und Grillgerichte. Es herrschte großer Andrang. Nachdem die Rennleitung den Wettbewerb ausgewertet hatte, zeichnete David Baur mit Carolin Sturm die Sieger aus.

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