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Sielenbach

15.08.2020

In Sielenbach könnte bald ein „Unverpackt“-Laden eröffnen

Auf dieser freien Fläche, rechts von der Sparkassenfiliale in Sielenbach, soll der neue „Unverpackt“-Laden von Veronika Jungbauer entstehen.
Bild: Alice Lauria

Plus Veronika Jungbauer würde im Sielenbacher Ortszentrum gerne einen „Unverpackt“-Laden eröffnen. Der Gemeinderat ist angetan. Was die 32-Jährige vorhat.

Sielenbach soll einen „Unverpackt“-Laden bekommen. Zumindest wenn es nach den Wünschen von Veronika Jungbauer, 32, aus der Wallfahrtsgemeinde und nach dem Sielenbacher Gemeinderat geht. In der Sitzung am Mittwochabend kam der Vorschlag der jungen Mutter von einjährigen Zwillingsmädchen durchweg positiv an.

Horst Pappenberger äußerte sich „angenehm überrascht, dass sich das jemand traut“. Auch für die älteren Mitbürger hält er den neuen Dorfladen für eine gute Idee, schließlich soll er direkt neben der Sparkasse sehr zentral im Ort entstehen.

Dorfladen in Sielenbach soll regionale, unverpackte Lebensmittel anbieten

Auf 54 Quadratmetern Verkaufsfläche möchte Jungbauer vorwiegend regionale und vor allem möglichst unverpackte Lebensmittel anbieten. Bis Februar 2021 befindet sich die junge Mutter in Elternzeit. Danach möchte sie mit ihrem Herzensprojekt starten. „Ich träume seit zehn Jahren davon, einen eigenen Laden aufzumachen“, sagte sie.

Geplant sind vorerst Öffnungszeiten vormittags und nachmittags jeweils drei Stunden, samstagvormittags und möglicherweise ein Ruhetag unter der Woche. Jungbauers Zwillinge können währenddessen von der Oma betreut werden. „Wenn die Kinder dann mit drei Jahren in den Kindergarten gehen, könnten die Öffnungszeiten auch nochmal angepasst werden“, so die 32-Jährige. In ihrer Großfamilie sieht sie selbst täglich, wie viel Verpackungsmüll für eine einzelne Mahlzeit anfällt, und möchte daran etwas ändern.

Sielenbach: Betreiberin will Behälter zum Abfüllen verleihen

Die 32-jährige Veronika Jungbauer aus Sielenbach würde in Sielenbach gerne einen „Unverpackt“-Laden eröffnen.
Bild: Alice Lauria

Sie selbst wird die Lebensmittel, welche künftig in „Vroni’s Dorfladen“ verkauft werden sollen, in Großpackungen kaufen – bei Nudeln beispielsweise fünf oder zehn Kilogramm – , um sie dann in Glasbehälter abzufüllen. Joghurt oder Milch sollen nur in Glasbehältnissen angeboten werden. Selbst Toilettenpapier soll einzeln und unverpackt erhältlich sein, und natürlich Obst und Gemüse als Einzelgut. Wer keine eigenen Behältnisse zum Abfüllen der Waren dabeihat, wird von Jungbauer Gläser gegen Pfand ausleihen können. Den Gemeinderat hat Veronika Jungbauer bereits von ihrer Idee überzeugt. Nun steht allerdings noch die Baugenehmigung des Landratsamts aus.

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