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Musik

13.03.2018

Junge Gesangstalente bei „Jazz in Aichach“

Beim großen Finale standen alle gemeinsam auf der Bühne: die Solisten des DHG-Vokalensemble (von links) Carolina Müller, Lara Kollig, Paul Gramlich, Francesco Calabro, Ruben Württenberger, Anna Heider, Franziska Fink, Felicitas Sagstetter, Stefanie Golling und Marie Holzapfel.
Bild: Manfred Zeiselmair

In der Aichacher Wandelbar stehen bei einem Sonderkonzert zehn Schüler des Aichacher Gymnasiums mit Profimusikern auf der Bühne. Der Abend bietet einige Höhepunkte.

„Gymmie goes Jazz“: Im Rahmen einer Sonderveranstaltung der Reihe „Jazz in Aichach“ führte Musiklehrer und Organisator Arnold Fritscher zehn talentierte Schüler seines Vokalensembles des Aichacher Deutschherren-Gymnasiums (DHG) auf die Bühne der voll besetzten Aichacher Wandelbar. Begleitet wurden die jungen Jazz-Interpreten von Fritscher selbst und den Augsburger Profi-Musikern Walter Bittner am Schlagzeug und Uli Fiedler am Kontrabass.

Bittner, der am Schlagzeug schon Weltstars wie Bob Mintzer, Chico Freeman, Sheila Jordan, Randy Brecker und andere begleitete, sorgt dabei mit Besen oder Sticks feinfühlig für den richtigen Drive. Zusammen mit Uli Fiedler am Kontrabass, der schon mit vielen internationalen Bands im In- und Ausland, als gefragter Studiomusiker oder bei zahlreichen Theater- und Musicalaufführungen mitgespielt hat, bildet er eine rhythmische Einheit, perfekt ergänzt von Arnold Fritscher am Klavier, der allzeit gekonnt den passenden Ton angibt.

Obwohl vom jazzbegeisterten Publikum im Laufe des Konzerts immer wieder mit Szenenapplaus bedacht, halten sich die Profis dezent zurück. Die jungen Talente rücken singend und swingend in den Vordergrund und stehen fortan im Fokus des Geschehens. Und wer zuvor geglaubt hat, der Jazz von damals passe nicht zur Jugend von heute, der muss sich eines Besseren belehren lassen.

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Nach einer groovigen Instrumental-Einstimmung mit dem „C-Jam Blues“ des legendären Duke Ellington wagen sich mit Felicitas Sagstetter und Stefanie Golling die beiden ersten Interpreten mit „Take Me to Aruanda“ des Brasilianers Antonio Carlos Jobim auf die Bühne. Auch Marie Holzapfel beweist im Anschluss mit „Miss Celie’s Blues“ von Quincy Jones ihr musikalisches Talent. Ruben Württenberger als jüngster Sänger des Abends zeigt bei „Lulu’s Back in Town“ von H. Warren ebenso wenig Lampenfieber wie Lara Kollig mit der Bluesnummer „I’d Rather Go Blind“ von Etta James. Als musikalische Allzweckwaffe – er spielt unter anderem Trompete und Klavier – wird Francesco Calabro von Arnold Fritscher angekündigt. Er zeigt mit „My Attorney Bernie“ von Dave Frishberg auch beste Gesangsqualitäten.

Beim großen Finale wird Hendricks gespielt

Mit dem sehr gefühlvoll vorgetragenen Bossanova „The Shadow of Your Smile“ von Johnny Mandel erntet danach Carolina Müller viel Applaus. Ein dreistimmiges, sehr harmonisch vorgetragenes Fritscher-Arrangement von Nat Adderleys „Sermonette“ mit Franziska Fink, Carolina Müller und Paul Gramlich beendet den ersten Teil des Abends.

Nach der Pause geht es mit einem Trio weiter: Felicitas Sagstetter, Anna Heider und Ruben Württenberger zeigen sich mit einem von Kurt Maas geschriebenem Arrangement des Rodgers-Evergreens „Blue Moon“ von ihrer besten musikalischen Seite, ebenso wie Anna Heider mit „The Way You Look Tonight“ von Jerome Kern. Highlights setzt Carolina Müller mit ihrer verjazzten Variante des Christina Aguilera-Hits „Beautiful“ und mit „Psychedellic Sally“ von Horace Silver. Mit Paul Gramlich („Polka Dots And Moonbeams“ von J. van Heusen) und Anna Heider („For Jan“ von Kenny Wheeler) rücken weitere Solisten ins Rampenlicht.

Das große Jam-Finale mit „Centerpiece“ von Jon Hendricks vereint schließlich alle zehn Interpreten auf der Bühne und versetzt das begeisterte Publikum noch einmal in die 50er-Jahre. Nach lang anhaltendem Applaus folgt mit „Killing Me Softly“ sogar noch eine ungeprobte Zugabe, bevor Fritscher mit einem Augenzwinkern das „Unterrichtsende“ verkündet.

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